Migräne
Als Migräne bezeichnet man anfallsartig auftretende Kopfschmerzen, die häufig zusammen mit Übelkeit und Sehstörungen auftreten. Das Wort Migräne kommt vom lateinischen Begriff "Hemikranie" (hemi = halb, Kranium = Schädel) und beschreibt, dass der Schmerz oftmals nur eine Schädelhälfte betrifft.
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Ursachen
Migräne ist ein weit verbreitetes Leiden. Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man weiß inzwischen jedoch, dass sowohl die Verengung von Blutgefäßen im Gehirn wie auch die kurz darauf folgende Gefäßerweiterung eine Rolle spielen. Der Verengungs- und Erweiterungsvorgang aktiviert bestimmte Schmerzrezeptoren und führt so zu den teilweise massiven Kopfschmerzen.
Noch nicht völlig geklärt ist allerdings die Frage, was diesen Vorgang auslöst. Serotonin, eine Substanz, die für die Mitteilung von Nervenzelle zu Nervenzelle von Bedeutung ist, scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen. An äußeren Reizen, die wiederum den Serotoninspiegel beeinflussen, werden Stress, Alkohol, körperliche Belastung, grelles Licht und andere genannt.
Darüber hinaus spricht einiges dafür, dass auch hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen. Es leiden nämlich weitaus mehr Frauen als Männer unter Migräneanfällen. Häufig kann auch ein zeitlicher Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus beobachtet werden.
Auffällig ist außerdem, dass das Leiden in manchen Familien gehäuft auftritt, in anderen Familien überhaupt nicht. Dies deutet auf einen erblichen Faktor hin. Tatsächlich hat man inzwischen ein Gen entdeckt, das bei den Betroffenen einer bestimmten Form von Migräne verändert ist. In jedem Fall ist Migräne keine psychische (wie früher angenommen), sondern eine organische Erkrankung.
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