Bei der perniziösen Anämie (Perniziosa, Morbus Biermer) handelt es sich um eine Blutarmut (Anämie), die durch einen Mangel an Vitamin B12, dem Cobalamin, hervorgerufen wird. In Europa erkranken etwa 9 Personen pro 100.000 Einwohner und Jahr daran.
Mangel an Vitamin B12 ist selten
Die Versorgung mit
Vitamin B12 ist eigentlich nicht als kritisch anzusehen; bei einer normalen Mischkost nimmt der Mensch genügend Vitamin B12 zu sich, zudem werden täglich nur geringe Mengen des Vitamins benötigt.
Gute
Vitamin-B12-Quellen sind tierische Produkte wie Eier, Milch, Leber, Niere und Herz. Daher findet sich nur bei einer streng vegetarischen Kost (vegane Ernährung) ein
Vitamin-B12-Mangel, der auf eine mangelnde Vitaminzufuhr zurückzuführen ist.
Diese Form des Vitamin-B12-Mangels ist deshalb sehr selten. Meist sind es andere Erkrankungen, die den Weg für den Vitamin-B12-Mangel bahnen, indem sie die Aufnahme von Vitamin B12 aus dem Darm in den Körper verhindern. Zu erwähnen sind hier:
- Autoimmunmechanismen
- Zustand nach Magenentfernung
- Magen-Darm-Erkrankungen, die zu einer mangelnden Nährstoffaufnahme führen
- Bakterielle Überwucherung bestimmter Darmabschnitte
- Fischbandwurm-Infektion
Die perniziöse Anämie ist eine Autoimmunkrankheit. Darunter versteht man eine Krankheit, bei der sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Strukturen des eigenen Körpers wendet und diese angreift. Anteile des eigenen Körpers werden als "fremd" erkannt. Die Ursachen sind im Falle der pernizösen Anämie nicht geklärt.