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Refluxkrankheit und Refluxösophagitis

Foto: Photodisc
Wenn der Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre bei normaler Ernährung häufiger auftritt und mit Beschwerden verbunden ist, spricht man von der "Refluxkrankheit". Als Folge kann es zu einer Entzündung der Speiseröhren-Schleimhaut kommen: der Refluxösophagitis.
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Was ist das genau?

Die Refluxösophagitis ist eine Entzündung ("-itis") der Speiseröhre (Ösophagus), die durch den Rückfluss (Reflux) von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre hervorgerufen wird.
Grundsätzlich ist ein Reflux nicht unbedingt etwas Krankhaftes; er kann gelegentlich auch beim völlig Gesunden beispielsweise nach einer üppigen, fettreichen Mahlzeit oder nach reichlichem Alkoholgenuss als ganz natürliche Reaktion auftreten. Auch Schwangere leiden häufig unter einem Reflux, der durch die Verdrängung des Magens durch die wachsende Gebärmutter hervorgerufen wird.
Erst wenn der Rückfluss bei normaler Ernährung häufiger auftritt und mit Beschwerden verbunden ist, spricht man von der "Refluxkrankheit". Durch die anhaltende Reizung kann es dann zu einer Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut kommen. Dieses Stadium der Erkrankung wird dann als Refluxösophagitis bezeichnet.

Häufigkeit

In Deutschland leiden etwa 10 % der Bevölkerung, also circa acht Millionen Menschen, unter den gelegentlichen Beschwerden einer Refluxkrankheit. Bei 10 % der Betroffenen entwickelt sich aus der Refluxkrankheit eine Refluxösophagitis.
Von den an Refluxösophagitis Erkrankten wiederum kommt es bei 10 % zum so genannten Barrett-Syndrom, einer Veränderung der Speiseröhrenschleimhaut, die auf dem ständigen Säurekontakt beruht. 10 % der am Barrett-Syndrom Erkrankten entwickeln auf dem Boden dieses Barrett-Syndroms eine Krebserkrankung der Speiseröhre.
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