Wenn die Tage kürzer und dunkler werden ...
Die dunklen Jahreszeiten schlagen vielen Menschen auf die Stimmung. Sie fühlen sich antriebslos, traurig und ständig müde. Diese so genannte Winterdepression ist eine saisonal abhängige Depression (SAD), die jährlich wiederkommend auftritt.
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Lichtmangel ist die Ursache
Bis zu 800.000 Menschen leiden in Deutschland an dieser Art der depressiven Verstimmung. Das trübe Wetter und dunkle, verregnete Herbsttage schlagen bei vielen Menschen auf die Stimmung.
Die Winterdepression beginnt in den Herbstmonaten und endet im Frühjahr, wenn die Tage wieder länger und heller werden. Die Mediziner sprechen von SAD: "Saisonal abhängige Depression".
Bei den unter SAD leidenden Menschen handelt es sich jedoch um mehr als nur eine vorübergehende "schlechte Stimmung". Die Betroffenen klagen über Energielosigkeit und übermäßige Traurigkeit. Dazu kommen ein verstärkter Appetit, vor allem auf Süßes, und das Bedürfnis, mehr zu schlafen. Vielen fällt es auch schwer, den normalen Alltag zu bewältigen.
Veränderte Lichtverhältnisse stören den Tag-Nacht-Rhythmus
Die wichtigste Ursache für SAD ist ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus. Dieser wird im Wesentlichen durch das "Schlafhormon" Melatonin und das "Wach- und Glückshormon" Serotonin geregelt. Beide Hormone werden in der Zirbeldrüse gebildet.
Gesteuert wird diese Herstellung durch das Auge. Ab einer Beleuchtungsstärke von ca. 2.500 Lux auf der Netzhaut wird die Produktion von Melatonin gedrosselt und die Serotonin-Bildung aktiviert.
"Trübes Licht trübt die Stimmung"
Viele Menschen verbringen jedoch in Herbst und Winter einen Großteil des Tages bei Beleuchtungsstärken von deutlich unter 2.500 Lux. Dadurch wird das Tagesprogramm des Organismus nicht aktiviert - das im Körper vorherrschende Melatonin senkt nicht nur die allgemeine Aktivität des Körpers, sondern trübt auch die Stimmung.
Vor allem Frauen reagieren auf die verminderte Beleuchtung empfindlich. Sie stellen rund 80 Prozent der Betroffenen. Daneben spielen aber auch genetische sowie soziokulturelle Faktoren eine Rolle.
Leiden Sie an einer Winterdepression?
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