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Langzyklus - das Ende der "Tage"

Foto: bilderbox.com
Die so genannte Entzugsblutung nach 21 Tagen bei der Einnahme der Antibabypille ist offenbar kein Muss. Immer mehr Frauen möchten lieber darauf verzichten. Das ist nicht nur bequemer, sondern kann auch gesundheitlich von Vorteil sein.
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Wie lang soll ein Zyklus sein?

Bei der Entwicklung der Antibabypille in den 60er Jahren versuchte man, den natürlichen Zyklus der Frau nachzuahmen. Da dieser durchschnittlich 28 Tage dauert, wurde ein 28-tägiger Rhythmus konzipiert, der eine einwöchige Hormon-Pause beinhaltet.
Das Nachahmen sollte den Frauen ein Gefühl von "Natürlichkeit" vermitteln und so die Akzeptanz der Pille erhöhen. Man ging davon aus, dass die Frauen die Menstruation als "Reinigung" empfinden.
Eine regelmäßige Blutung kann so als Zeichen von "Normalität" verstanden werden. Außerdem ist eine Menstruation das sicherste Zeichen, dass keine Schwangerschaft besteht - dass also die Verhütung funktioniert.
Doch dabei muss man sich klarmachen, dass die Blutung bei Einnahme der Pille keine natürliche Menstruation ist. Sie ist vielmehr eine Folge davon, dass plötzlich die Östrogenzufuhr ausbleibt - also eine Hormon-Entzugs-Blutung.
Als solche ist sie ebenso wenig natürlich wie die Verhütung mit Hormonen überhaupt. Wenn eine Frau dies akzeptiert, warum soll sie dann überhaupt noch Wert auf eine monatliche Blutung legen?
Schließlich ist die Blutung auch nicht mehr nötig, um das Funktionieren der Verhütung anzuzeigen: Dass die Pille sicher ist, weiß man inzwischen zur Genüge.
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