Während einer Schwangerschaft macht der Körper eine enorme Umstellung durch: Die Nebennieren produzieren verstärkt Hormone; das Blutvolumen nimmt zu; der Bedarf an bestimmten Nährstoffen steigt. Ernährung und Lebensweise der Schwangeren sollten sich an diesem Bedarf orientieren, denn hiervon hängt die Entwicklung des Fötus ab.
Folsäure Der Begriff Folsäure umfasst mehrere Substanzen aus der Gruppe der B-Vitamine.
Folsäure ist maßgeblich beteiligt an Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen, außerdem unverzichtbar für alle Wachstums- und Entwicklungsprozesse. Der normale Tagesbedarf von etwa 0,3 mg steigt bereits zu Beginn der Schwangerschaft auf das Doppelte an, deshalb sollte von Anfang an auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden.
Die meiste Folsäure ist in frischen, rohen Produkten enthalten: grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Zitrusfrüchte und Milch.
Eisen Das Blutvolumen des Körpers erhöht sich während der Schwangerschaft um rund 30%.
Eisen zählt deshalb in dieser Zeit zu den wichtigsten Nährstoffen. Gebunden an den Blutfarbstoff Hämoglobin, sorgt Eisen für den Sauerstofftransport von den Lungen zu den Körperzellen. Außerdem unterstützt es das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern. Eine Unterversorgung mit Eisen kann zu Sauerstoffmangel im Organismus und zu erhöhter Infektanfälligkeit führen.
Der Eisenbedarf von Schwangeren und Stillenden liegt bei etwa 30 mg; das ist mehr als das Doppelte der normalen Tagesdosis. Gute Eisenlieferanten sind Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse.
Kalzium Vielleicht kennen Sie den Satz: "Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn." Das ist zwar ein Ammenmärchen, doch weist es auf die hohe Bedeutung von
Kalzium für die werdende Mutter hin. Der Mineralstoff Kalzium ist wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Im Laufe der Schwangerschaft muss der Organismus des Babys 30 g davon einbauen, die er nur über die Mutter bekommt. Nimmt sie nicht genug Kalzium zu sich, können ihre eigenen Knochen und Zähne anfälliger für Schäden werden.
Der Kalziumbedarf lässt sich durch den reichlichen Verzehr von Milchprodukten problemlos decken.
Schwangerschaftsstreifen
Während der Schwangerschaft steigt der Kortisonspiegel im Blut. Dieses Hormon vermindert die Elastizität der Haut. Wird sie durch den wachsenden Bauch gedehnt, können kleine Risse im Gewebe entstehen, die später vernarben und weiße Streifen hinterlassen. Versuchen Sie, solchen Schwangerschaftsstreifen (Striae) mit einer Kombination aus Wechselduschen, Bürstenmassagen und dem Einreiben pflanzlicher Öle vorzubeugen.
Aktualisierung: 08.07.2005