Lausige Zeiten
Beim bloßen Gedanken an Läuse juckt es bei vielen Menschen schon auf der Kopfhaut. Die Plagegeister treten in Deutschland meist nur epidemieartig in Kindergärten, Schulen oder Pflegeheimen auf und sind keinesfalls ein Zeichen für mangelnde Hygiene.
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Unerwünschte Wesen
Kopfläuse (lat.: Pediculus humanus capitas) werden bis zu drei Millimeter groß und halten sich am liebsten auf den behaarten Stellen des menschlichen Kopfes und Oberkörpers auf. Die bevorzugten Plätze sind dabei die Schläfen-, Ohren- und Nackengegend.
Die Winzlinge, die man mit bloßem Auge als kleine Punkte erkennen kann, sind, so lange sie hungrig sind, hellgrau und werden, je mehr sie sich mit Blut voll saugen, rötlich braun.
Diese Nahrungsaufnahme findet alle zwei bis drei Stunden statt - regelmäßig werden einige Milliliter Blut aus dem Wirt gesogen. Um an den Lebenssaft zu kommen, ist die Laus mit drei Stechrüsseln in ihrem Mund ausgerüstet, mit denen sie in die Kopfhaut einsticht.
Der Läusestich selbst ist im Allgemeinen harmlos. Allerdings spritzt die Laus dabei eine winzige Menge so genannter Läusespucke in die Wunde, auf die der menschliche Organismus mit Jucken und Hautrötung reagiert.
Und hier liegt auch die eigentliche Gefahr für den Menschen, da dieser auf den Juckreiz mit Kratzen reagiert, das Hautverletzungen verursacht, durch die dann Krankheitserreger in die Kopfhaut eindringen können.
So kann es dann zusätzlich zum Läusebefall zu Ekzemen, Wunden oder anderen Hautveränderungen kommen. Bei entzündlichen oder eiternden Wunden an den Rändern der Kopfbehaarung ist deshalb immer der Verdacht auf Kopfläuse gegeben.
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