Probiotika und ihr Nutzen
Probiotika sind Produkte mit lebenden Mikroorganismen, die u.a. die Verdauung verbessern und das Immunsystem stärken sollen. Zum Einsatz kommen dabei vor allem Milchsäurebakterien und Hefen.
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"Für das Leben"
So lautet die Übersetzung von "pro bios". Als Probiotika werden zunächst einmal lebende Mikroorganismen bezeichnet, die in aktiver Form über die Verdauung bis in den Darm gelangen können. Das ist nämlich nicht ganz einfach: Die Magensäure und andere Verdaungssäfte sorgen normalerweise dafür, dass Mikroorganismen, die sich in der Nahrung befinden, zerstört werden.
Im weiteren Sinne wird die Bezeichnung Probiotika auch für Produkte verwendet, die solche Mikroorganismen enthalten. Das können z.B. bestimmte Joghurts und andere Milchprodukte oder auch pharmazeutische Präparate in Form von Kapseln, Pulver oder Granulat sein.
Nicht zu verwechseln mit den Probiotika sind Präbiotika. Dabei handelt es sich um bestimmte Ballaststoffe, die nützlichen Bakterien als Nahrung dienen können. Produkte, die sowohl Probiotika als auch Präbiotika enthalten, werden als Symbiotika bezeichnet.
"Der Tod sitzt in den Gedärmen, eine schlechte Verdauung ist die Wurzel allen Übels", wusste bereits Hippokrates. Der Nobelpreisträger Ilja Iljitsch Metschnikov (1845 - 1916) brachte einen gesunden Darm mit Bakterien in Zusammenhang.
Er propagierte (und praktizierte) die regelmäßige Zufuhr großer Mengen an Milchsäure-Bakterien durch das Trinken von Kefir. Die Keime sollten seiner Theorie nach unerwünschte Fäulnisprozesse im Darm unterdrücken und damit sogar das Leben verlängern.
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