12. Mai: Internationaler CFS-Tag
Im Andenken an Florence Nightingale, die britische Krankenschwester, wurde der 12. Mai zum internationalen CFS-Tag erkoren. CFS steht für Chronic Fatigue Syndrome, also das Chronische Erschöpfungssyndrom.
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Mehr als Erschöpfung
Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) ist eine komplexe Erkrankung, die zurzeit weder heilbar noch gut behandelbar ist. CFS-Kranke leiden unter einer lähmenden geistigen und körperlichen Erschöpfung, die sich bereits nach geringsten Anstrengungen zeigt.
Hinzu kommt eine Vielzahl von individuellen Symptomen, wie Kopf-, Hals-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Empfindlichkeit der Lymphknoten, Nervenzuckungen, Depressionen, Ohrgeräusche oder Sehstörungen.
Die Betroffenen - in Deutschland sind es schätzungsweise 300.000 Menschen - können oftmals keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, in schweren Fällen sind sie ans Haus gebunden oder auf Pflege angewiesen.
Auf einen weltweit einheitlichen Namen für die Krankheit konnte man sich bislang nicht einigen. Während im deutschen Sprachraum die Bezeichnung "Chronisches Erschöpfungssyndrom" gebräuchlich ist, wird in vielen englischsprachigen Ländern das aus dem medizinischen Fachterminus abgeleitete Kürzel ME (Myalgische Enzephalopathie) oder die Bezeichnung CFIDS (Chronic Fatigue and Immune Dysfunction Syndrome) verwendet.
Da die Krankheit bis vor einiger Zeit kaum bekannt war, wurde sie nicht selten falsch diagnostiziert und behandelt, wodurch sich das Leiden der Betroffenen verlängerte und verschlimmerte.
Aufklärung über die Erkrankung, deren Kern offenbar eine Schwächung bzw. chronische Aktivierung des Immunsystems darstellt, soll am Internationalen CFS-Tag im Mittelpunkt stehen.
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