Nebenwirkungen verstehen und beachten
"Keine Wirkung ohne Nebenwirkung", dieser Grundsatz ist nach wie vor prinzipiell gültig. Bei jeder Arznei muss man mit unerwünschten Effekten rechnen. Entscheidend ist, mit dem Risiko für Nebenwirkungen richtig umzugehen.
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Wirkung und Nebenwirkung
Jedes Medikament verändert bestimmte Vorgänge im Körper. Da der menschliche Stoffwechsel so kompliziert ist, können dabei neben den erwünschten Effekten - dem eigentlichen Zweck der Arznei - auch unerwünschte auftreten.
Die moderne Pharmakologie versucht, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Jedes Arzneimittel muss bis zur endgültigen Zulassung zahlreiche Hürden überwinden.
Nach ersten Versuchen im Labor kommen Tierversuche und schließlich streng kontrollierte Tests an Freiwilligen. Diese Versuche dienen dazu, Wirkstoffe auszusortieren, die zu wenig wirksam sind oder die zu starke Nebenwirkungen haben.
Nur wenn der Nutzen das Risiko rechtfertigt, wird eine Arznei zugelassen. Dabei wird abgewogen: Ein Mittel gegen Krebs darf z.B. das Risiko für Arteriosklerose erhöhen, ein Schnupfenmittel dagegen nicht.
Die Nebenwirkungen, die im Rahmen der Zulassungsstudien erkannt worden sind, müssen im Beipackzettel aufgeführt werden. Der Patient kann dann, gegebenenfalls mit Beratung durch den Arzt oder Apotheker, abwägen, ob er das Mittel nehmen sollte.
Manchmal zeigen sich unerwünschte Effekte jedoch erst, wenn ein Arzneimittel schon auf dem Markt ist. Dann muss - je nachdem, wie gravierend die Nebenwirkungen sind - der Beipackzettel nachgebessert oder die Arznei vom Markt genommen werden.
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