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Folsäure - ein ganz spezielles Vitamin

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Folsäure ist nicht gleich Folsäure

Die Chemiker bezeichnen eine ganz bestimmte Substanz als Folsäure. Sie ist das, was die Vitaminforscher in den 1940er Jahren aus ihren Proben isolieren konnten. Im Körper dagegen ist diese Folsäure gar nicht wirksam.
Die häufigste biologisch aktive Form der Folsäure ist die 5-Methyl-Tetra-hydro-Folsäure (5-MTHF). Sie kann durch das Blut zu allen Organen und Zellen gelangen, und sie ist der Stoff, der das Homocystein unschädlich macht.
Für die Umwandlung von Folsäure in 5-MTHF braucht der Körper mehrere Enzyme. Doch etwa die Hälfte der Bevölkerung trägt eine winzige Genmutation in sich, welche die Bildung eines Schlüsselenzyms beeinträchtigt.
Die Folge: Einfache Folsäure aus Tabletten kann von den Betroffenen nicht vollständig verwertet werden. Ohne einen Gentest weiß man aber nicht, ob man von dieser Störung betroffen ist.
Doch die Industrie hat inzwischen eine Methode gefunden, die aktive Form 5-MTHF direkt herzustellen. Entsprechende Präparate tragen meist die Aufschrift "Metafolin".
Sie stellen eine gute Versorgung sicher, unabhängig von der genetischen Disposition. Wer seine Folsäure-Versorgung über Präparate sicherstellen will, sollte zusätzlich darauf achten, dass sie auch Vitamin B12 enthalten.
Denn zum einen kann eine hohe Folsäure-Zufuhr einen möglichen Vitamin-B12-Mangel verdecken, zum anderen wirken beide Vitamine bei der Umwandlung des Homocysteins zusammen. Am besten lassen Sie sich bei der Auswahl von Ihrer Apotheke beraten.
IFEMEDI, Institut für ernährungsmedizinische Information Aktualisierung: 28.08.2009
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