Folsäure - ein ganz spezielles Vitamin
Lange Zeit hielt man Folsäure lediglich für das "Schwangerschaftsvitamin". Doch seit einiger Zeit rückt ihre Bedeutung bei der Senkung des Homocysteinspiegels in den Vordergrund. Zudem zeigt sich: Folsäure ist nicht gleich Folsäure.
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Ein Problem-Vitamin
Viele Menschen glauben noch immer, dass sie sich um ihre Versorgung mit Folsäure keine Gedanken machen müssen. "Folsäure ist doch was für Schwangere", heißt es dann. Aber stimmt das?
Richtig ist: Schwangere und auch stillende Frauen sollten besonders auf ihre Versorgung mit Folsäure achten. Denn Folsäure spielt eine wesentliche Rolle in der Zellneubildung, vor allem bei der Produktion von Nervenzellen.
Das ist für die Entwicklung des Embryos in den allerersten Schwangerschaftswochen von entscheidender Bedeutung. Deshalb wird allen Frauen mit Kinderwunsch empfohlen, zusätzlich Folsäure in Tabletten einzunehmen.
Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass viele Menschen nur unzureichend mit Folsäure versorgt sind. Denn auch im Eiweißstoffwechsel spielt das Vitamin eine wichtige Rolle - und das betrifft alle.
Viele Menschen verzehren zu wenig frisches Obst und Gemüse, sodass ihre tägliche Folsäureaufnahme unter den Empfehlungen der Experten bleibt. Bestimmte Arzneien, darunter auch Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin), sowie auch zu viel Alkohol verschlechtern die Folsäure-Bilanz zusätzlich.
Dadurch kann es zu niedrigen Folsäurewerten kommen. Ein krankhafter Folsäuremangel, der sich durch Blutarmut und Probleme mit den Schleimhäuten bemerkbar macht, ist zwar selten. Aber man sollte möglichst noch Reserven haben.
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