Heilsame Aromatherapie
Ätherische Öle werden in Form von Badezusätzen und Massageölen, zum Inhalieren sowie in Duftlampen eingesetzt. Sie können auf verschiedene Weise auch die Gesundheit des Menschen positiv beeinflussen. (Für Sie 10.11.09, S. 98-101)
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Zufällige Entdeckung
Erfindungen und Entdeckungen werden oftmals zufällig gemacht: Alle René Maurice Gattefossé, ein französischer Chemiker und Parfümeur, an einem Julitag 1910 in seinem Labor experimentierte, verursachte er eine Explosion, bei der er sich Hände und Kopfhaut verbrannte.
Er setzte sich bereits im Vorfeld mit Erfahrungsheilkunde auseinander und war scheinbar von alten Bauerngeschichten über die Heilkraft von Lavendel fasziniert. Daher versorgte er seine von Wundbrand infizierten Hände mit Lavendelöl - worauf sie erstaunlich rasch und ohne Narbenbildung abheilten.
Dieser Erfolg regte ihn zu weiteren Forschungen an. Heute gilt René Maurice Gattefossé als der Vater der Aromatherapie. In Frankreich ist die Behandlung mit ätherischen Ölen Teil der Schulmedizin.
Hierzulande gilt die Aromatherapie noch als Erfahrungsheilkunde, als Teil der Phytotherapie und wird besonders in der Alternativmedizin eingesetzt. Auch in einigen Krankenhäusern, vor allem in Süddeutschland, wird sie scheinbar erfolgreich als Ergänzung zur Schulmedizin eingesetzt.
Die Biologin und Chemikerin Ruth von Braunschweig beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit der Aromatherapie und berät Krankenhäuser beim Einsatz von ätherischen Ölen.
"Vor allem in der Pflege, dem Wundmanagement und bei seelischen Zuständen wie etwa Schlafstörungen, Ängsten oder Wechseljahrsbeschwerden kann die Aromatherapie gute Dienste leisten", so die Expertin.
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