Hilfreiches Bitterkraut
Der Volksname Tausendgüldenkraut knüpft an die hohe Wertschätzung an, die dem Kraut von alters her entgegengebracht wurde. Insbesondere die enthaltenen Bitterstoffe machen das Heilkraut so wirksam. (Ratgeber Frau und Familie 27.11.09, S. 94/95)
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Historie und Aussehen
Tausend Gulden soll einst ein alter Mann demjenigen ausgelobt haben, der ein Heilmittel gegen sein Gallenleiden wüsste. Man brachte ihm ein Kraut mit kleinen rosafarbenen Blüten. Der Mann genas, und das Heilkraut hatte den ihm gebührenden Namen - Tausendgüldenkraut. So will es die Sage.
Der altrömische und mittlerweile auch wissenschaftlich angewandte Name Centaurium erythraea greift ähnlich hoch in der Einschätzung des finanziellen Wertes (lat. centum = hundert, aurum = Gold und erythraea = rötlich).
Die Aufzeichnungen über das Heilkraut lassen sich bis in das vierte Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen. Griechischen Sagen ist zu entnehmen, dass der hoch geachtete Centaur Cheiron mit Heilpflanzen vielen Menschen geholfen hat.
Die Wertschätzung für das Tausendgüldenkraut ist sehr hoch und drückt sich in der deutschen Volksmedizin auch in vielen anderen Namen aus: Gottesgnadenkraut, Muttergotteskraut, Himmelblümlein, Allwetterheil, Milijöntusendkraut oder Gallkraut.
Das Tausendgüldenkraut selbst macht mit seinem Aussehen nicht viel von sich her. Die zweijährige Pflanze wird 30 bis 50 Zentimeter hoch und hat einen vierkantigen Stängel, der sich nach oben hin verästelt.
Die kreuzweise gegenständigen Blätter sind lanzettlich (länglich-oval mit auslaufender Spitze) geformt und die rosafarbenen Blüten mit fünf Blütenblättern sind doldenförmig angesetzt, sie öffnen sich nur bei warmem Wetter.
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