Die Anwendungsformen
Tausendgüldenkraut wird überwiegend innerlich angewandt. Für die Selbstbehandlung eignet sich die Teeform. Für einen Tee wird empfohlen, einen bis zwei Teelöffel des geschnittenen Krauts mit kochendem Wasser zu übergießen und vor dem Abseihen zehn Minuten ziehen zu lassen.
Der Tee soll überaus bitter schmecken. Möglicherweise reicht einem auch die Hälfte der angegebenen Krautmenge für einen Bittertee. Man sollte den Tee kalt oder lauwarm trinken, drei Mal täglich ein bis zwei Tassen in kleinen Schlucken vor den Mahlzeiten, damit die Bitterstoffe ihre tonisierende Wirkung auf die Verdauungsorgane voll entfalten können.
Für einen Kaltauszug setzt man einen Teelöffel der getrockneten Droge mit einer Tasse Wasser kalt an. Nach einigen Stunden abseihen und eventuell leicht erwärmen. Bei chronischen Beschwerden eignet sich das Tausendgüldenkraut für eine mehrwöchige Trinkkur.
Tausendgüldenkraut lässt sich auch in Teemischungen verwenden, zum Beispiel zusammen mit Fenchel oder Kamille. Dann ist der Tee weniger bitter, aber die spezifische Wirkung des Tausendgüldenkrauts auch abgeschwächt.
Man kann das Tausendgüldenkraut auch als Tinktur zubereiten. Dafür benötigt man Alkohol, wie ein typischer Magenbitter ihn enthält. Zerschnittenes frisches oder getrocknetes Kraut (Stängel, Blätter und Blüten) in ein Glas mit Schraubdeckel füllen.
Das Kraut vollständig mit klarem, hochprozentigem Schnaps bedecken, besser noch mit 70-prozentigem Alkohol aus der Apotheke. Nach vier bis sechs Wochen abseihen und die Tinktur in eine kleine Flasche mit Tropfvorrichtung umfüllen.
Die Flasche kühl lagern und je zehn bis zwanzig Tropfen vor den Mahlzeiten einnehmen. Bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür soll auf das Tausendgüldenkraut in jeglicher Form verzichtet werden.
Das Tausendgüldenkraut ist unter seinem englischen Namen Centaury eine der Bachblüten. Die Essenz soll ein selbstloses Ich stärken.