Menopause sanft unterstützen
Das Klimakterium bringt Frauen körperliche und seelische Veränderungen in ihrem Leben. Damit die Beschwerden möglichst gering gehalten werden, eignet sich die Anwendung von Pflanzenhormonen. (Natürlich gesund + munter 19.2.10, S. 14-18)
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Traubensilberkerze & Soja
Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) wirkt östrogenartig, ist aber kein Hormon. Sie besetzt die Östrogenrezeptoren und kann so den im Klimakterium erhöhten Spiegel des luteinisierten Hormons LH besetzen. Vor allem in der Phase, wenn Hitzewallungen und Schwitzen vorherrschen, kann die Pflanze hilfreich sein.
In vielen wissenschaftlichen Studien wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Traubensilberkerzenpräparaten bestätigt. Cimicifuga-Produkte sind in Deutschland offenbar die einzigen pflanzlichen Mittel gegen Wechseljahrsbeschwerden, die als Arzneimittel zugelassen sind.
Soja (Glycine max (L.) Merr.) enthält die Isoflavone Genistein und Daidzein. Diese sind ähnlich gebaut wie Östrogen und passen daher genau auf die Östrogen-Bindungsstellen des Körpers. Allerdings entfalten sie nur eine positive Wirkung, wenn noch körpereigenes Östrogen vorhanden ist. Nach den Wechseljahren kehrt sich die Wirkung ins Gegenteil um.
Soja ist in Deutschland nicht als Arznei-, sondern als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Seine Wirkung ist bislang nicht ausreichend erforscht. Die Pflanze sollte bei Brustkrebsrisiko nicht verwendet werden, da sie in Tierversuchen eine ausgeprägte östrogene Wirkung zeigte, die Tumore fördern kann.
Offenbar soll die Tatsache, dass in Asien, wo sojareich gegessen wird, kaum Wechseljahrsbeschwerden auftreten, ein zusätzlicher Hinweis auf die hormonartige Wirkung von Soja sein.
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