Rückengerecht sitzen
Die ständige und vor allem starre Sitzhaltung ist für die Wirbelsäule eine große Belastung. Im Büro und zu Hause sind daher Schreibtischstühle notwendig, die der Wirbelsäule genügend Halt geben, gleichzeitig aber auch Bewegung zulassen.
Die Rückenlehne muss eine Wölbung im Bereich der Lendenwirbelsäule haben, um diese zu unterstützen und das Abkippen des Beckens zu verhindern. Die Höhe der Lehne sollte mindestens 45 cm von der Sitzfläche bis zur Lehnenoberkante betragen, damit auch die Brustwirbel beim Zurücklehnen entlastet werden.
Sinnvoll ist auch eine anatomisch geformte Sitzfläche, die das Herausrutschen aus dem Sitz verhindert und das Becken unterstützt. Eine Federung schützt beim Hinsetzen vor Stauchungen der Wirbelkörper.
Wichtig bei der Auswahl des Stuhles ist, dass er individuell auf die Körpergröße einstellbar ist. Dabei sollte nicht nur die Höhe variabel sein, sondern beispielsweise auch die Sitztiefe sowie der Winkel zwischen Sitzfläche und Lehne.
Wer täglich lange Zeit am Schreibtisch sitzen muss - und das ist bei mehr als 18 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland der Fall -, sollte sich unbedingt am Arbeitsplatz Bewegung verschaffen.
Gut geeignet sind Bewegungen des Beckens oder im Rumpf, indem man sich ab und zu ein bisschen hin und her reckt oder um das Körperlot kreist. Das stärkt die Muskelkräfte und verteilt die Druckbelastungen, die auf die Wirbelsäule und Bandscheiben einwirken.
Ein häufiger Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen ist ebenfalls empfehlenswert. So wird das Bandscheibengewebe besser ernährt und monotone Muskeltätigkeit wird vermieden.
Als Faustregel gilt: Maximal die Hälfe der Arbeitszeit im Sitzen verbringen, den Rest der Zeit gleichmäßig zwischen Stehen und Bewegung aufteilen.