Die Ringelblume
Sie diente über Jahrhunderte hinweg Bauern als Wetterprophet, da die Ringelblume ihre orangefarbenen Blüten zusammenfaltet, sobald Regen aufzieht. Heute wird sie als eine sanfte Alternative zu bitteren Pillen eingesetzt.
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Die Geschichte
Die Geschichte der Ringelblume reicht als Heilmittel bis ins Altertum zurück. So empfahl schon der mittelalterliche Kräutergelehrte Albertus Magnus (1193 - 1280) die Ringelblume gegen den Biss von Tieren und bei Schmerzen von Leber und Milz.
Einige Jahre später wurde die Pflanze dann als Frauenkraut entdeckt. Man empfahl, die Blüten in Eierkuchen zu backen und jenen Frauen zum Essen zu geben, welche die monatliche Zeit zuviel oder wenig fließen.
Ähnlich argumentierte auch Leonhart Fuchs (1501 - 1566) in seinem berühmten Kräuterbuch. Allerdings wollte er das Heilkraut nicht in Teig verbacken, sondern als Teil eines Weinaufgusses verarbeitet wissen.
In der Volksmedizin entwickelte sich das Kraut mehr und mehr zum Heilmittel bei Gebärmutterleiden, Brustdrüsenentzündung oder als Geburtshilfe, wobei man entweder einen Aufguss zu trinken gab oder aber das Kraut anzündete und die schwangeren Frauen die Dämpfe einatmen ließ.
Die Ringelblume, im Volksmund auch Sonnenbraut genannt, taucht auch in alten Liebesrezepten auf. Darin heißt es, dass ein verliebtes Mädchen dort, wo der Mann ihrer Wahl seine Fußspuren hinterlassen hat, Erde nehmen soll und da hinein eine junge Ringelblume pflanzen soll. Blüht sie auf, entfaltet sich die Liebe des Mannes, ob er will oder nicht.
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