Bereits seit dem Mittelalter wird das Feldstiefmütterchen als Balsam für gereizte oder unreine Haut genutzt. Schon Teenager können von dem sanften Naturmittel profitieren. (Ratgeber Frau und Familie 1.6.10, S. 94/95)
Botanische Betrachtung
Das Feldstiefmütterchen, auch Ackerstiefmütterchen, Ackerveilchen oder Dreifaltigkeitskraut genannt, kann man auf Äckern, Wiesen, Ödland oder an Waldrändern finden. Es ist wahrscheinlich die Ahnin der allseits bekannten Stiefmütterchen, die von Jahr zu Jahr prächtiger und variabler gezüchtet werden.
Bekannt ist auch noch das Hornveilchen (Viola cornuta), das als kleinblütiges Ministiefmütterchen in zahlreichen Varianten gezüchtet wird. Doch von dieser Namensvielfalt sollte man sich nicht verwirren lassen.
Das Volk, das den Blumen ihren Namen gab, machte nicht wie moderne Botaniker den feinen Unterschied zwischen Veilchen, Hornveilchen und Stiefmütterchen. Alle gehören zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae), von der es weltweit etwa 500 Arten gibt.
Kennzeichnend für ein Stiefmütterchen, auch für das Echte Feldstiefmütterchen, ist, dass vier der fünf meist mehrfarbigen Kronblätter nach oben und eines nach unten weisen. Bei den einfarbigen, meist violettblauen und duftenden Veilchen wachsen hingegen zwei Kronblätter nach oben und eines nach unten.
Die Schwestern lassen sich also gut unterscheiden. Das Feldstiefmütterchen mit den zwischen violett und gelb-weiß schwankenden Blütenfarben wächst zwanzig bis dreißig Zentimeter lang.
Aber weil es so zart ist, können seine Stängel auch daniederliegen, statt aufrecht ihre Größe zu zeigen. Die Blätter sind lang gestielt, wechselständig mit oft gefransten Nebenblättern. Die Blüten stehen an langen Stielen.