Der Tag der Apotheke 2010 findet bundesweit am 17. Juni statt. Er ist gleichzeitig auch der Starttermin für eine Nachwuchsoffensive, die auf den derzeitigen und prognostizierten Arbeitskräftebedarf in den Apotheken aufmerksam macht.
Start der Nachwuchsoffensive
Zielgruppe der geplanten Nachwuchsoffensive sind Schülerinnen und Schüler, die insbesondere im Internet und in sozialen Netzwerken angesprochen werden. Passend dazu wird am Tag der Apotheke eine entsprechende Web-Plattform bekannt gemacht.
Der potenzielle Nachwuchs soll erfahren, wie z.B. ein Pharmaziestudium abläuft oder welche Jobs man in der Apotheke ergreifen kann. Wer nach dem Pharmaziestudium Apotheker wird, hat einen verantwortungsvollen und sicheren Beruf.
Die Einsatzgebiete sind vielfältig, auch wenn etwa acht von zehn Apothekern in einer öffentlichen Apotheke arbeiten. Weitere Arbeitsgebiete sind u.a. Krankenhausapotheken, die pharmazeutische Industrie, Forschungseinrichtungen, die Bundeswehr oder Fachorganisationen.
Je nach Arbeitsbereich stehen verschiedene Aspekte rund um das Arzneimittel im Vordergrund. Beispiele sind die Versorgung einzelner Patienten, die Herstellung eines Medikaments oder die Information von Ärzten zu Arzneimittelfragen.
Kaum ein anderer naturwissenschaftlicher Beruf bietet ein vergleichbar breites Spektrum an Möglichkeiten. Je nach persönlicher Neigung kann der Apotheker zum Beispiel Patienten einfühlsam beraten, akribisch wissenschaftlich forschen oder Arzneimittel rechtlich bewerten.
Das Pharmaziestudium dauert acht Semester. Schwerpunkte sind Pharmakologie, Klinische Pharmazie, Technologie, Biologie und Chemie. In der Pharmakologie erfahren die Studenten beispielsweise, wie und warum Arzneimittel im Organismus wirken und warum welche Nebenwirkungen auftreten können.
Derzeit sind etwa 58.000 Apotheker berufstätig. Dem stehen etwa 12.000 Pharmaziestudenten gegenüber. Die Berufsaussichten für Apotheker sind hervorragend: Prognosen zufolge wird der Bedarf an hochqualifizierten Apothekern in den nächsten Jahren weiter steigen.