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Freie Radikale

Foto: bilderbox.com
Freie Radikale gelten als höchst gefährliche Substanzen. Man stellt sie sich vor, als würde eine Horde Vandalen im menschlichen Körper wüten und so der Gesundheit schaden. Neue Forschungen zeigen nun, dass sie auch lebensnotwendig sind.
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Zur Entstehung

Freie Radikale sind chemische Substanzen, die besonders reaktionsfreudig sind, weil ihnen ein einzelnes Elektron fehlt. Um dieses fehlende Elektron wieder auszugleichen, versuchen die freien Radikale, anderen Molekülen im Organismus ein Elektron zu entreißen.
Die reaktiven Sauerstoffmoleküle entstehen bei einem grundlegenden Prozess in den Zellen des Körpers: Der Energieerzeugung in den Mitochondrien, den Kraftwerken des Organismus.
Dabei werden unter anderem die durch die Lunge eingeatmeten Sauerstoffmoleküle in Wasser umgewandelt. Die im Sauerstoff gespeicherte Energie wird dadurch in eine für den Organismus nutzbare Form überführt.
Geht bei der Reduktion etwas schief, entstehen eben jene unvollständigen Sauerstoffatome, die alles daran setzen, wieder vollständig zu werden. War es erfolgreich, fehlt jedoch woanders ein Teilchen - und auch dieses macht sich auf die Suche nach einem chemischen Ersatz.
Das kann gefährliche Folgen haben, denn dabei attackieren freie Radikale gesunde Körperzellen, zerstören deren Zellwände und Erbsubstanz - und sollen durch die Entartung zu Krebszellen führen. Aber auch die Entstehung von Arteriosklerose, Rheuma, Arthrose, Diabetes bis hin zu Alzheimer und grauem Star wird auf die freien Moleküle zurückgeführt.
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