Migräne - das Gewitter im Kopf
Rund acht Millionen Migräne-Patienten gibt es in Deutschland. Am meisten sind Frauen betroffen. Viele von ihnen haben resigniert und suchen mit ihren Beschwerden nicht mehr den Arzt auf.
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Migräne ist eine Volkskrankheit
Jeder kennt Kopfschmerzen aus eigener Erfahrung. Gemeinsam mit fieberhaften Infekten, Schwindel und Rückenschmerzen sind sie die am häufigsten beschriebenen Beschwerden. Die Migräne ist aber auch ein altbekanntes Leiden.
Sie war schon den alten Ägyptern und Griechen bekannt. Erste Beschreibungen stammen aus dem Jahr 3500 vor Christus. Der Begriff Migräne leitet sich aus dem Griechischen ab. Der griechische Arzt Galenos (129 bis 199 nach Christus) bezeichnete den halbseitigen Kopfschmerz mit dem Wort Hemicrania, was frei übersetzt so viel wie halbköpfig bedeutet.
Im Laufe der Jahrtausende waren viele bekannte Persönlichkeiten von der Migräne betroffen. So litt der berühmte Maler, Dichter und Zeichner Wilhelm Busch (1832 bis 1908) ebenso unter heftigsten Migräneattacken wie auch der britische Naturwissenschaftler Charles Darwin (1809 bis 1882).
Sein Name findet sich mit der von ihm aufgestellten Evolutionstheorie in sämtlichen Biologiebüchern der Erde. Auch Sigmund Freud (1856 bis 1939), der österreichische Nervenarzt und Begründer der Psychoanalyse, war ein berühmter Migräniker.
Rund 12 Prozent der deutschen Bevölkerung werden regelmäßig von Migräneattacken heimgesucht. Trotz dieser hohen Anzahl wird die Migräne immer noch von vielen Vorurteilen belegt. Nicht wenige Menschen denken, dass Migräne eine eingebildete Krankheit sei und dass man sich eben damit abfinden müsse.
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