Wechselwirkungen von Lebensmitteln und Arzneien
Eine ganze Reihe von Medikamenten verträgt sich nicht mit bestimmten Nahrungsmitteln. Einige Kombinationen führen dazu, dass die Arzneistoffe ihre Wirkung nicht voll entfalten, andere können unerwünschte und teilweise gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen.
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Wirkungen werden verstärkt
Wer Medikamente einnimmt, sollte auch auf seine Ernährung achten. Einige Lebensmittel können die Wirkung der Mittel verstärken oder auch vermindern. Dies gilt sogar für eigentlich gesunde Nahrungsmittel wie Milch, Müsli oder Grapefruitsaft.
So ist der Saft der Pampelmuse vitaminreich und daher gesund. Im Zusammenhang mit Medikamenten sollte man jedoch lieber auf Saft und Frucht verzichten. Die gleichzeitige oder zeitlich nahe Einnahme kann beispielsweise den Abbau von Wirkstoffen verlangsamen.
Die enthaltenen Flavonoide der Grapefruit hingegen verstärken die Wirkung zahlreicher Medikamente um bis zu 30 Prozent und können z.B. Bluthochdruck auslösen.
Vorsicht ist vor allem bei Herztabletten mit dem Wirkstoff Nifedipin geboten. Zusammen mit der Pampelmuse drohen ein Blutdruckabfall, Herzrasen und Kopfschmerzen.
Im Zusammenspiel mit Schlaftabletten kann es zu vollrauschartigen Symptomen kommen. Einige Antihistaminika, die gegen Allergien eingesetzt werden, führen in Kombination mit Grapefruit schlimmstenfalls zu Herzrhythmusstörungen.
Antibiotika und Hormonpräparate vertragen sich ebenfalls nicht mit Grapefruitsaft. Ob das auch für die Antibabypille gilt, ist noch nicht abschließend geklärt.
Um kein Risiko einzugehen, sollte man auf den Saft verzichten - und gegebenenfalls auf Orangensaft umsteigen, hier sind noch keine negativen Auswirkungen bekannt.
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