Etwa fünf bis sieben Prozent der Deutschen leiden unter einer Nahrungsmittelallergie. Bei bestimmten Speisen schwillt die Mundschleimhaut an und der Hals kribbelt. Aber auch Juckreiz, Durchfall oder Blähungen können Anzeichen dieser Allergie sein.
Wenn Essen krank macht
Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt. Auslöser für Nahrungsmittelallergien sind meist Eiweißbestandteile (Proteine) in den Lebensmitteln.
Bei Säuglingen stehen Proteine aus Kuhmilch, Hühnerei und Soja an erster Stelle der Allergieauslöser. Bei Kindern kommen häufig noch Fisch, Nüsse und Getreide hinzu. Erwachsene hingegen reagieren am häufigsten auf Obst, Gemüse, Nüsse, Gewürze, Fisch, Meeresfrüchte, Hühnerei und Milch.
Da zu den Symptomen neben den Schwellungen in Mund und Hals auch Magen-Darm-Probleme, Quaddeln, Hautekzeme, Husten und Atemnot zählen, ist der Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie nicht immer sofort gegeben.
Schwierig ist zumeist die Suche nach dem auslösenden Allergen, die mit Hilfe eines Facharztes durchgeführt werden sollte. Wer eine Nahrungsmittelallergie befürchtet, sollte daher ein Ernährungstagebuch führen. Darin sollten die Betroffenen festhalten, was sie wann gegessen haben und wann welche Beschwerden aufgetreten sind.
Möglich sind auch so genannte Kreuzallergien. So besteht bei etwa 80 Prozent der Birkenpollen-Allergiker zugleich eine Allergie gegen Äpfel und Haselnüsse. Wer gegen Gras- und Getreidepollen allergisch ist, verträgt oft auch kein Getreide, keine Getreideprodukte, Tomaten und Hülsenfrüchte wie Erdnüsse oder Soja.
Es ist allerdings wichtig, die Allergie gegen Nahrungsmittel von Nahrungsmittelunverträglichkeiten abzugrenzen. Zu diesen zählen beispielsweise die Laktose- oder Fruktoseintoleranz. Bei ähnlichen Symptomen ist hierbei aber das Immunsystem nicht beteiligt.