Vor allem Tierhalter und Menschen, die beruflichen Umgang mit Tieren haben, trifft sie hart: die Tierhaarallergie. In Deutschland reagieren etwa neun Prozent überempfindlich auf bestimmte Tiere.
Haustiere: Freud und Leid
Die wachsende Zahl von Haustieren hat in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Allergien auf bestimmte Tiere geführt. Bei etwa 20 Prozent aller Haustierhalter entwickelt sich eine Allergie. Als Spielgefährten für Kinder sind Katzen, Kaninchen und Hamster besonders problematisch.
Eine Tierhaarallergie im Kindesalter kann später weitere allergische Erkrankungen nach sich ziehen. Eigentlich ist der Name Tierhaarallergie falsch gewählt. Denn nicht die Tierhaare lösen die Allergie aus, sondern bestimmte tierische Eiweiße aus Hautschuppen, Speichel, Schweiß, Talg, Urin oder Kot, die an den Haaren sitzen und dann als Allergene bezeichnet werden.
Die kleinen Partikel fliegen auch durch die Luft, verbinden sich mit dem Hausstaub oder legen sich auf Kleidung und Möbel und können so leicht eingeatmet werden. Auch die Haut kann bei Kontakt mit Tiersekreten wie Urin oder Speichel allergische Reaktionen zeigen.
Im privaten Umfeld sind vor allem Allergien gegen Haustiere, hauptsächlich gegen Hunde und Katzen, aber auch gegen Meerschweinchen, Kaninchen und Vögel relevant. Im beruflichen Umfeld sind Allergien gegen Labortiere wie Ratten, Mäuse, Kaninchen, oder gegen Nutztiere wie Kühe, Pferde und Schweine häufig.
Während eine Allergie gegen Hunde meist auf eine bestimmte Hunderasse beschränkt ist, reagieren Katzenallergiker häufig auf alle Katzen.