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1. Dezember 2011: Welt-Aids-Tag

Foto: Eyewire
Antidiskriminierung, Solidarität und Aufklärung. Das sind die Ziele des Welt-Aidstages am 1. Dezember. Dabei werben HIV-positive Menschen unter dem Motto "Positiv zusammen leben - aber sicher!" für Respekt und Unterstützung.
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Abbau von Diskriminierung

In Deutschland leben etwa 67.000 Menschen mit HIV - viele davon "versteckt", denn sie trauen sich aus Angst vor Diskriminierung nicht, von ihrer Infektion zu erzählen. Daher hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die neue Kampagne "Positiv zusammen leben - aber sicher!" ins Leben gerufen.
Diese Kampagne wird von der BZgA gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung durchgeführt und vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und dem Fachverband Außenwerbung (FAW) unterstützt. Sie ist auf mehrere Jahre angelegt.
Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, betont: "Seit Beginn der Aidsaufklärung hat sich in Deutschland sehr schnell eine stabile soziale Norm gegen Diskriminierung und Stigmatisierung entwickelt."
Dennoch, so führt sie weiter aus, "erleben Betroffene ihre Lebenssituation oft auch heute noch als problematisch, weil sie konkrete Nachteile erfahren. Deshalb danke ich den HIV-positiven Botschafterinnen und Botschaftern, die sich mit viel Mut für diese Kampagne engagieren und sich bereit gefunden haben, das Leben mit HIV in unserer Gesellschaft sichtbarer zu machen."
Die Kampagne steht allerdings vor einem großen Paradoxon: Obwohl aufgrund des immensen medizinischen Fortschritts immer mehr Menschen mit HIV in Deutschland (über)leben, ist HIV tatsächlich immer unsichtbarer geworden.
Erlebte oder befürchtete Diskriminierung aufgrund eines positiven HIV-Status ist weit verbreitet: Immer weniger Menschen sprechen in ihrem Freundes- oder Kollegenkreis über ihre Infektion. Damit verschwindet HIV aus der öffentlichen wie privaten Wahrnehmung und gleichzeitig wird wegen der Furcht vor Diskriminierung die Schwelle zum eigenen Coming out immer höher.
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