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Der Christstollen

Foto: bilderbox.com
Kaum ein anderes Gebäck gehört so zur Advents- und Weihnachtszeit wie der Christstollen. Insbesondere die Variante aus Dresden kann auf eine lange Tradition zurückblicken und ist inzwischen als eingetragene Marke geschützt.
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Gebäck mit Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung eines Christstollens stammt aus dem Jahre 1329 aus Naumburg an der Saale. Dem damaligen Bischof Heinrich wurde ein gewickeltes Gebäck als Weihnachtsgabe dargebracht. Der Sage nach soll die Form an das gewickelte Christkind erinnern.
Allerdings erlaubten die christlichen Dogmen für die Fastenzeit im Advent weder Butter noch Milch. Im Gegensatz zum heutigen Stollen fiel das Gebäck aus Hafer, Wasser und Rübenöl sehr mager - und auch wenig schmackhaft aus.
Auf Bitten von Kurfürst Ernst von Sachsen und seines Bruders Albrecht ergab sich mit dem "Butterbrief" von Papst Innozenz VIII. im Jahr 1491 eine neue Situation. Gegen Zahlung einer Buße, die unter anderem zum Bau des Freiberger Doms verwendet wurde, konnte von den Bäckern Butter verwendet werden.
Zwar galt diese Erlaubnis zunächst nur für das Herrscherhaus und dessen Lieferanten, aber bald schon wurde sie großzügiger ausgelegt, so dass auch in anderen Backstuben Milch und Butter in der Vorweihnachtszeit zum Einsatz kamen.
Dass der Stollen neben Butter auch reichhaltig mit Früchten gefüllt wird, ist angeblich dem Hofbäcker Heinrich Drasdo zu verdanken. Dieser empfahl die Anreicherung des Christstollens um Früchte. So entstand aus dem mageren Fastengebäck das reichhaltige Festgebäck, das auch heute noch unabdingbarer Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit ist.
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