Liebe geht durch die Nase
Neue Erkenntnisse zeigen, dass sich Menschen Partner suchen, deren Duftmuster dem eigenen möglichst fremd ist. Vermutlich ist dies günstig für den Nachwuchs, da dessen Abwehrkräfte umso stärker sind, je unterschiedlicher das Immunsystem der Eltern ist.
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Düfte sind der Schlüssel
Die Frage, ob sich Mann und Frau zueinander hingezogen fühlen, scheint nicht unwesentlich vom Körpergeruch des anderen abzuhängen. Während die Augen rund drei Minuten benötigen, um über Sympathie oder Antipathie zu entscheiden, reichen dem Riechsinn Bruchteile von Sekunden.
Düfte treffen in das Zentrum der menschlichen Instinkte. Weil die Nase direkt mit dem limbischen System verbunden ist, können Düfte ungefiltert in den Mittelpunkt der menschlichen Hormonfabrik vorstoßen und dort wahre Gefühlsstürme auslösen.
Jeder Mensch besitzt einen unverwechselbaren Duft, der ihn sogar noch präziser bestimmt als der Fingerabdruck. Mit dem Schweiß gelangt diese individuelle Duftmischung an die Körperoberfläche.
Männer riechen anders als Frauen. Verantwortlich dafür ist das wichtigste Sexualhormon für die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale, das Testosteron, das nicht nur nach innen, sondern auch nach außen wirkt. Mit dem Schweiß werden Abbauprodukte des Hormons ausgeschieden.
Dabei handelt es sich um Androstadienon, das auf der Haut von Bakterien zu Androstenol und Androstenon umgewandelt wird. Mit Androstenon, das er im Speichel produziert, lockt beispielsweise der Eber über Kilometer eine empfängnisbereite Sau an.
Ganz so weit geht die Substanz im menschlichen Liebesspiel nicht, doch kann eine gewisse Menge an Androstenon die Attraktivität eines Mannes für die Frau erhöhen.
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