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Angeborene Herzfehler

Die mit Abstand häufigsten Herzkrankheiten bei Kindern sind angeborene Fehlbildungen. Hierzu zählen Defekte in der Herzscheidewand, Klappenfehler oder Fehleinmündungen von Gefäßen. Durch neue Behandlungsmethoden kann vielen dieser Kinder geholfen werden.
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Der Blutkreislauf

In unserem Körper wird das sauerstoffarme Blut durch Venen zum Herzen zurückgeleitet, fließt in den rechten Herzvorhof und gelangt von dort in die rechte Herzkammer (= Herzventrikel). Von hier wird es über Pulmonalarterien (= Lungenarterien) in die Lunge gepumpt und mit Sauerstoff angereichert.
Das sauerstoffreiche Blut gelangt über die Pulmonalvenen (= Lungenvenen) erst in den linken Vorhof, dann in den linken Ventrikel und wird in die Arterien des Körperkreislaufes gepumpt. Unser Herz funktioniert also als Umlaufpumpe, wobei die rechte Herzhälfte den Lungenkreislauf und die linke Herzhälfte den Körperkreislauf antreibt. Beide Kreisläufe sind komplett getrennt. Die Herzklappen sind Ventile, die ein Zurückfließen des Blutes verhindern.

Umstellung des Blutkreislaufes bei der Geburt

Der Fetus im Mutterleib erhält seine Nährstoffe und insbesondere Sauerstoff über die Plazenta (Mutterkuchen). Seine Lungen sind noch flüssigkeitsgefüllt und funktionslos. Daher unterscheidet sich sein Blutkreislauf auch von unserem.
Das sauerstoffreiche Blut aus der Plazenta gelangt über die Nabelvenen zum rechten Herzvorhof. Da ein Lungenkreislauf nicht erforderlich ist, fließt es durch Kurzschlussverbindungen (= Shunts) weiter in den Körperkreislauf. Bei der Geburt macht das Neugeborene mit dem ersten Schrei auch seinen ersten Atemzug und sorgt für eine Belüftung der Lungen. Außerdem wird die Nabelschnur und somit die mütterliche Versorgung durchtrennt. Der Blutkreislauf muss sich umstellen, die Shuntverbindungen verschwinden.

Häufige Herzfehler

Herzfehler sind die häufigste angeborene Organfehlbildung. Etwa 8 von 1000 Neugeborenen sind betroffen. Eine frühzeitige Diagnose ist heute durch die Ultraschalluntersuchung in der 20. bis 23. Schwangerschaftswoche möglich. Dabei kann bereits der kindliche Blutkreislauf mittels Dopplersonografie farbig dargestellt werden.
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