Seit 1979 gelten die Pocken als ausgerottet. Offiziell verfügen nur die USA und Russland in jeweils einem Labor über den Erreger. Seit die Seuche als mögliche Biowaffe im Gespräch ist, wird über Pockenimpfungen neu diskutiert.
Die ausgerottete Seuche
Das Variola-Virus war eine der Geißeln der Menschheit. Dieses größte aller bekannten Viren überträgt die Pocken, auch Blattern genannt.
Im Jahr 1967 startete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Programm zur Ausrottung der Seuche. Zehn Jahre später wurde der letzte Pockenfall registriert, 1979 erklärte die WHO die Welt für pockenfrei.
Die Pocken sind hoch ansteckend. Von den Erkrankten stirbt etwa ein Drittel. Das hat die Pocken als mögliche Waffe für terroristische Angriffe ins Gespräch gebracht.
Nach der Ausrottung der Pocken gibt es offiziell nur ein Labor in Atlanta und eines in Kolzowo, wo noch Viren aufbewahrt werden. In den letzten Jahren sind Befürchtungen lauter geworden, dass Pockenviren auch in andere Hände gelangt sind.
Im Zuge dieser Diskussion geht es auch um Massenimpfungen gegen Pocken. Doch dagegen sprechen einige gewichtige Argumente.