Allergien richtig behandeln
Prinzipiell stehen zur Behandlung einer Allergie drei Möglichkeiten zur Verfügung, nämlich: das Allergen meiden bzw. ausschalten, die Behandlung mit Medikamenten und die Hyposensibilisierung.
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Medikamentöse Behandlung
Das Allergen zu meiden bzw. auszuschalten ist zwar oberstes und wichtigstes Prinzip, vielfach aber nicht möglich. Deshalb wird häufig eine medikamentöse Behandlung angesetzt.
Im Bereich der antiallergischen Medikation sind vor allem die folgenden Arzneimittelgruppen wichtig:
- Antihistaminika
- Kortison
- Mastzellstabilisatoren
- Bronchodilatatoren
Antihistaminika blockieren die Wirkung von Histamin. Sie wirken besonders gut, wenn sie mehrere Stunden vor dem Kontakt mit dem Allergen angewendet werden. Häufig werden sie bei Heuschnupfen und bei Nesselfieber (Urtikaria) eingesetzt.
Kortison wirkt entzündungshemmend, abschwellend und dämpft die Aktivität des Immunsystems. Oft wird Kortison lokal am Entzündungsherd auf der Haut oder Schleimhaut angewendet. Bei schweren allergischen Zuständen wie z.B. beim Asthma oder beim allergischen Schock spritzt der Arzt Kortison intravenös.
Mastzellstabilisatoren wie die häufig eingesetzte Cromoglicinsäure, stabilisieren die Zellwände der Mastzellen; die so abgedichteten Mastzellen schütten dann weniger Histamin aus, und die allergischen Reaktionen werden abgedämpft.
Bronchodilatatoren (z.B. Theophyllin und Beta-2-Sympathomimetika) sind Medikamente zur Entkrampfung der Bronchialmuskulatur. Sie erweitern schnell die Bronchien und werden deshalb häufig bei asthmatischen Beschwerden eingesetzt.
Mit dem nicht-steroidalen topischen Immunmodulator Tacrolimus gibt es neuerdings Hoffnung auf eine wirksame Langzeittherapie der Neurodermitis, die oftmals mit allergischen Beschwerden einher geht. Die unerwünschten Nebenwirkungen von Kortison werden bei diesem Wirkstoff vermieden. Das erst im Frühjahr 2002 in Deutschland zugelassene Präparat verursacht zwar anfänglich ein vorübergehendes Brennen und Jucken; im Laufe der Behandlung und bei gleichzeitiger Heilung der Haut verschwinden diese Nebenwirkungen jedoch wieder. Die unerwünschte Verdünnung der Haut (Haut-Atrophie) wie bei der Kortison-Behandlung bleibt jedoch aus.
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