Herzrhythmusstörungen stellen manchmal ein eigenständiges Krankheitsbild dar; meist sind sie aber ein Krankheitszeichen oder eine Folge einer anderen Herzerkrankung, oder aber sie beruhen auf einer Störung der Regulierungsvorgänge im neurovegetativen System.
Gestörter Rhythmus
Herzrhythmusstörungen sind Unregelmäßigkeiten in der Schlagfolge des Herzens. Diese Unregelmäßigkeiten können bedeuten:
- Das Herz schlägt zu schnell: Tachykardie (tachy = schnell)
- Das Herz schlägt zu langsam: Bradykardie (brady = langsam)
- Das Herz schlägt unregelmäßig: Arrhythmie (arrhythmisch = "un"-rhythmisch)
- Extraschläge: Extrasystolen
Bei Extrasystolen handelt es sich um zusätzliche Herzschläge, die außerhalb des normalen Grundrhythmus zusätzlich auftreten. Dabei kann es sich um einzelne oder mehrere zusätzliche Schläge handeln. Der Patient empfindet sie als Herzstolpern. Extrasystolen können bei Gesunden und bei Herzkranken auftreten.
Es gibt auch Kombinationen dieser Rhythmusstörungen, nämlich:
- Das Herz schlägt zu schnell und unregelmäßig (Tachyarrhythmie)
- Das Herz schlägt zu langsam und unregelmäßig (Bradyarrhythmie)
Man definiert "zu schnell" und "zu langsam" wie folgt:
- Tachykardie (zu schneller Herzschlag): über 100 Herzschläge pro Minute
- Bradykardie (zu langsamer Herzschlag): unter 50-60 Herzschläge pro Minute
Die Herzschläge pro Minute werden dabei im Ruhezustand gemessen. Als "normal" gelten 60 bis 80 Herzschläge pro Minute.