Fluch und Segen von Cannabis
In diesen Tagen machen Sensations-Berichte über ein starkes Ansteigen des Cannabis-Konsums in Deutschland Furore. Doch Hanf wird nicht nur illegal, sondern auch medizinisch und zur Hautpflege eingesetzt.
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Die "Schul-Tüte"
Mit einem solchen Titel lag kürzlich "Der Spiegel" in den Kiosken. Die Botschaften: Immer mehr Jugendliche und Kinder würden kiffen, die Cannabis-Produkte würden immer stärker, Cannabis mache Jugendliche schizophren.
Cannabis (Hanf, Marihuana, Haschisch) ist eine Droge, die den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) enthält.
Cannabis zeigt folgende Wirkungen:
- entspannend,
- appetitsteigernd,
- verstärkt die bestehende Stimmungslage,
- verändert die Wahrnehmung,
- beeinträchtigt das Denken.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung berichtete kürzlich, dass sich im Jahr 2002 etwa 14.700 Menschen in ambulanten Drogenberatungsstellen zu Cannabis beraten ließen, das sind etwa sechsmal so viele wie noch 1992.
Allerdings schwanken die Angaben darüber, bei wie vielen dieser Klienten Cannabis tatsächlich das Hauptproblem war, zwischen einem und zwei Drittel. Auch das Institut für Therapieforschung gibt für das Jahr 2003 an, dass nur bei etwa 42 Prozent der Hilfesuchenden, die Cannabis konsumierten, der Cannabis-Gebrauch auch die Hauptdiagnose war.
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