Die Pille kann bei Endometriose helfen
Fast 10% der Frauen hat während der Phase ihrer Geschlechtsreife eine Endometriose - etwa 30.000 Frauen erkranken jährlich neu. Endometriose ist eine Krankheit, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut sehr ähnlich ist, außerhalb der Gebärmutter ansiedelt.
Anzeige
Endometriose kann zu Unfruchtbarkeit führen
Inseln von Endometriosezellen können in den unterschiedlichsten Bereichen des Körpers wachsen. Am häufigsten betroffen sind allerdings
- das Bauchfell,
- die Eierstöcke und Eileiter,
- die Gebärmutterbänder und
- die Gebärmuttermuskulatur.
Die Folge der Ähnlichkeit des Endometriosegewebes mit der Gebärmutterschleimhaut: Es wird ebenfalls durch die Eierstockhormone der Frauen gesteuert und unterliegt somit dem Monatszyklus. Angeregt durch die Hormone wachsen die Gewebeinseln zu Herden und Knötchen heran und bluten während der Menstruation. Kann das Blut nicht abfließen, bilden sich Zysten.
Bei etwa der Hälfte der betroffenen Frauen ist das Hauptmerkmal der Krankheit ein zyklusabhängig wiederkehrender Schmerz. Die andere Hälfte bemerkt oft gar nichts.
"Die Endometriose kann allerdings zu Unfruchtbarkeit der Frauen führen, denn Funktionen von Eileiter, Eierstock und Gebärmutter können durch die Erkrankung gestört sein", erläutert Prof. Dr. Stefan Niesert, Klinikdirektor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Elisabeth-Krankenhaus Essen. "Bis zu zwei Drittel aller Patientinnen mit Endometriose sind teilweise oder ganz unfruchtbar. Durch eine gezielte Behandlung kann in den meisten Fällen der Kinderwunsch aber doch noch erfüllt werden."
vorherige Seite
1
2
3
4
nächste Seite
|