Wenn die Blase brennt
Infektionen der Harnwege sind ein typisches Frauenleiden - begründet in den anatomischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Bei Beschwerden kann neben Wärme und viel trinken eine Kurzzeittherapie mit Antibiotika helfen.
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Harnwegsinfektionen
Unter normalen Bedingungen ist der menschliche Harn steril und bildet somit einen guten Schutz gegen Krankheitserreger. Bakterien werden nicht nur durch den Harnstrom weggespült, sie finden auch keine Nährstoffe im Harn.
Zudem hat die Blasenschleimhaut bakterienabtötende Eigenschaften. So genannte Immunglobuline verhindern, dass sich Bakterien auf der Schleimhaut festsetzen.
Frauen sind jedoch aufgrund ihrer Anatomie häufiger von Harnwegsbeschwerden geplagt. Im Gegensatz zum Mann ist ihre Harnröhre deutlich kürzer. Somit ist der Weg zur Harnblase für eindringende Bakterien wesentlich kürzer.
Auch die direkte Nachbarschaft von After und Scheide begünstigen Entzündungen. In acht von zehn Fällen ist Escherichia coli, ein Darmbakterium, für die Entzündung verantwortlich. Die Bakterien gelangen relativ leicht durch Schmierinfektionen in die Harnwege.
Ist das körpereigene Immunsystem zusätzlich geschwächt, haben die Erreger ein leichtes Spiel.
Anzeichen für eine Harnwegsinfektion
Eine Harnwegsinfektion macht sich anfänglich mit einem unangenehmen Ziehen im Unterbauch bemerkbar, bald danach "muss" man ständig, bringt aber nur ein paar Tropfen heraus, die auch noch höllisch brennen.
Zudem riecht der Harn häufig sehr stark. Begleitend können Schmerzen im Bauch oder im Rücken hinzukommen.
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