Seit 1999 gibt es den bundesweiten "Tag gegen den Schlaganfall". In diesem Jahr steht er unter dem Motto "Sorge für dich - Verlängere deine Zeit" und stellt Vorsorge und Früherkennung in den Mittelpunkt.
Langfristig vermeidbar
Jedes Jahr erleiden etwa 250.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. In erster Linie betrifft die Erkrankung ältere Menschen ab etwa 70 Jahren, aber sie ist nicht altersspezifisch.
Pro Jahr sind in Deutschland etwa 9.000 bis 14.000 Männer und Frauen unter 50 Jahren betroffen - dazu kommen etwa circa 300 Kinder, die alljährlich einen Schlaganfall erleiden.
Dabei gehen Experten davon aus, dass bis zu 70 Prozent der Schlaganfälle hierzulande langfristig vermeidbar wären. Entscheidend dafür sind ein gesunder Lebensstil und die Kontrolle der Risikofaktoren.
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis dabei ist eine ganz einfache: Die Voraussetzung für eine Minderung des Schlaganfall-Risikos ist nicht, sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen. Häufig reicht es schon, sich rechtzeitig mit seinen persönlichen Risikofaktoren auseinanderzusetzen.
Ausgelöst wird ein Schlaganfall, wenn die Blutgefäße verstopft sind oder platzen. Es entsteht ein plötzlicher Sauerstoffmangel, der die Hirnfunktionen und damit die Steuerung des Körpers stark beeinträchtigt.
Oft kommt es zu Bewusstseinsstörungen, halbseitigen Lähmungen und Ausfallerscheinungen des Sprech- und Sehvermögens. Erbliche Veranlagung, Bluthochdruck, Diabetes und bei Frauen die Einnahme der Antibabypille erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall.
Informationen über den Schlaganfall, die Notfallhilfe und den Tag gegen den Schlaganfall gibt es auf den Seiten der
Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe.
Hier finden sich auch die aktuellen Aktionen.