Bedrohliche Zustände

Angina pectorisAsthma BronchialeHirnbedingte Krampfanfälle

Die hier aufgeführten Zustände können das Leben des Betroffenen gefährden. Grundsätzlich müssen sie von einem Arzt behandelt werden - auch dann, wenn es dem Betroffenen wieder besser geht.

Angina pectoris ("Brustenge")

Die Herzkranzgefäße des Betroffenen sind erkrankt oder verengt. Eine mögliche Ursache ist ein krampfartiges Zusammenziehen der Gefäße. Dadurch wird der Herzmuskel schlechter durchblutet.

Anzeichen:

  • Der Betroffene hat stechende Schmerzen in der Region Herz/Brustbein, verbunden mit einem Gefühl von Enge und Druck.
  • Die Schmerzen können in Richtung Arme, Hals oder Zähne ausstrahlen.
  • Der Betroffene hat Angst.
  • Eventuell tritt Übelkeit auf.

Maßnahmen:

  • Notruf.
  • Der Betroffene muss beruhigt und betreut werden.
  • Jede Aufregung und Anstrengung ist zu vermeiden.
  • Der Betroffene selbst soll die Position wählen, die für ihn die angenehmste ist - nicht zum Hinlegen zwingen.

Vorübergehende Herzbeschwerden können auch durch Aufregung / Stress oder andere seelische Probleme verursacht werden. Dennoch sollte immer ein Arzt die Ursache abklären.

Asthma Bronchiale

Bei einem Asthma-Anfall sind die Atemwege verengt und angeschwollen. Die Verkrampfung bzw. Verschleimung der Bronchien behindert weniger das Einatmen, sondern vor allem das Ausatmen. Auslöser für einen Asthma-Anfall können Allergien, Stress, körperliche Anstrengung oder kalte Luft sein.

Anzeichen:

  • Der Betroffene ringt nach Luft.
  • Häufig pfeifende Atemgeräusche.
  • Der Betroffene hat Angst und ist sehr unruhig.
  • Das Gesicht des Betroffenen läuft blau an (vor allem die Lippen).

Maßnahmen:

  • Den Betroffenen beruhigen.
  • Den Betroffenen auffordern, im Sitzen oder Stehen bei aufgerichtetem Oberkörper ruhig zu atmen.
  • Gegebenenfalls beengende Kleidung lösen und für die Zufuhr von Frischluft sorgen.
  • Dem Betroffenen bei der Anwendung von Inhalationssprays oder anderen Medikamenten helfen. Vorsicht jedoch vor Überdosierung!
  • Für eine ärztliche Behandlung sorgen.

Hirnbedingte Krampfanfälle

Zu den Leiden mit Krampfanfällen gehört die Epilepsie, aber z.B. auch die Eklampsie, eine Erkrankung, die schwangere Frauen betreffen kann. Häufig kann sich der Betroffene hinterher nicht an den Anfall erinnern.

Mögliche Anzeichen:

  • plötzliches Hinfallen
  • zuckende Bewegungen oder auch Verkrampfungen
  • Bewusstlosigkeit.

Maßnahmen:

  • Notruf.
  • Nicht versuchen, Arme und Beine festzuhalten.
  • Nicht versuchen, dem Betroffenen etwas zwischen die Zähne zu schieben.
  • Wenn der Anfall vorbei ist, Bewusstsein und Atmung kontrollieren, gegebenenfalls Stabile Seitenlage oder Beatmung durchführen.