Bedrohliche Zustände durch Fremdkörper

Fremdkörper in der LuftröhreFremdkörper in der SpeiseröhreInsektenstiche im Mundraum

Durch Verschlucken können Fremdkörper, z.B. Nahrung oder Spielzeugteile, in die Luft- oder die Speiseröhre gelangen.

Atembeschwerden als Folge

Fremdkörper in der Luftröhre verlegen die Atemwege, Fremdkörper in der Speiseröhre drücken gegen die Luftröhre und verengen sie damit. Beides kann zu Atembeschwerden bis hin zum Atemstillstand führen.
Ebenfalls bedrohlich sind Insektenstiche im Mundraum. Sie können durch die Schwellung zu einem Verschluss der Atemwege und damit zum Ersticken führen.

Allgemeine Anzeichen:

  • Der Betroffene kann oft nicht sprechen.
  • Der Betroffene greift sich an den Hals.
  • Der Betroffene ringt krampfhaft nach Luft.
  • Die Haut des Betroffenen verfärbt sich in Folge des Sauerstoffmangels blaurot.


Fremdkörper in der Luftröhre

Gelangen Fremdkörper in die Luftröhre zeigen sich zusätzlich folgende Anzeichen: 

  • Heftiger Husten.
  • Pfeifende Atemgeräusche.

Maßnahmen:

Befinden sich Fremdkörper in der Luftröhre, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Der Betroffene soll seinen Oberkörper nach vorne beugen.
  • Der Helfer schlägt kräftig mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter des Betroffenen. Dadurch wird ein Hustenreiz ausgelöst, der den Fremdkörper aus der Luftröhre befördert.
  • Notruf.
  • Bei Atemstillstand: Atemspende durchführen.

Fremdkörper in der Speiseröhre

Gelangen Fremdkörper in die Speiseröhre zeigen sich zusätzlich folgende Anzeichen: 

  • Schluckbeschwerden.
  • Schmerzen in der Speiseröhre.
  • Brechreiz.

Maßnahmen:

Befinden sich Fremdkörper in der Speiseröhre, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Den Betroffenen zum Erbrechen bringen, indem man einen Finger in seinen Hals steckt. Dadurch soll der Fremdkörper aus der Speiseröhre befördert werden.
  • Notruf.
  • Bei Atemstillstand: Atemspende durchführen.
  • Wenn möglich, soll man dem Rettungsdienst ein Duplikat des Fremdkörpers, z.B. Spielzeug, mitgeben. Das hilft dem Notarzt bei der Entscheidung über weitere Maßnahmen.

Insektenstiche im Mundraum

Stechen Bienen oder Wespen im Mundraum zu, kann das lebensgefährliche Folgen für den Betroffenen haben. Durch das Gift schwillt das umliegende Gewebe an, die Atemwege verschließen sich und es kommt schlimmstenfalls zu akuter Atemnot.

Maßnahmen:

Folgende Maßnahmen sollten bei Insektenstichen im Mundraum getroffen werden:

  • Der Betroffene soll ständig Eis lutschen, um die Schwellung zu hemmen.
  • Der Helfer legt kalte Umschläge um den Hals des Betroffenen.
  • Notruf.
  • Bei Atemstillstand: Atemspende durchführen.