Fremdkörper in Wunden oder Auge, Nase, Ohr

Fremdkörper in WundenFremdkörper im AugeFremdkörper in Nase oder Ohr

Fremdkörper, die nicht direkt lebensbedrohlich sind, werden nur vom Arzt entfernt! Dazu gehören neben Fremdkörpern im Auge, in der Nase oder in einem Ohr auch Fremdkörper, z.B. Messer, in Wunden.

Entfernung nur durch den Arzt!

Eigenmächtige Versuche des Ersthelfers können die Schädigung der betroffenen Region noch verschlimmern. Nur ein Arzt darf diese Fremdkörper entfernen!

Fremdkörper in Wunden

Beim Herausziehen von Fremdkörpern aus Wunden droht eine weitere Verletzung von inneren Organen, eine Verstärkung der Blutung (der Fremdkörper verschließt durch seine Anwesenheit die verletzten Blutgefäße) sowie ein Abbrechen von einem Teil des Fremdkörpers, der dann in der Wunde zurückbleibt.

Maßnahmen:

  • Der Fremdkörper verbleibt in der Wunde!
  • Die Wunde wird durch keimfreies Abdecken um den Fremdkörper herum versorgt.
  • Wenn der Fremdkörper, z.B. ein Messer, aus der Wunde herausragt, wird er, z.B. mit ungeöffneten Verbandpäckchen, so umpolstert, dass er sich nicht bewegt und dadurch weitere Schäden verursacht.

Fremdkörper im Auge

Der Betroffene hat Staub, Ruß, ein Insekt oder Glas- bzw. Metallsplitter ins Auge bekommen.

Anzeichen:

  • Starke, brennende Schmerzen, eventuell reibt der Betroffene die Augen.
  • Rötung.
  • Tränen.
  • Sehstörungen.

Maßnahmen:

Jede Bewegung des Auges und jeder eigenmächtige Versuch, den Fremdkörper zu entfernen, kann diesen weiter in das Auge hineintreiben und zu Schäden führen.

  • Der Helfer versucht nicht, den Fremdkörper aus dem Auge zu entfernen!
  • Auch das Reiben des Auges durch den Betroffenen ist zu unterbinden.
  • Der Helfer verbindet beide Augen des Betroffenen mit einem Augenverband, um die Augen ruhig zu stellen.
  • Der Betroffene ist nun hilflos und muss besonders betreut werden.
  • Notruf.

Fremdkörper in Nase oder Ohr

Dieser Fall tritt insbesondere bei kleinen Kindern auf, die sich Spielzeugteile oder andere Gegenstände in die Nase oder das Ohr stecken. Dies ist sehr unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich.
Eigenmächtige Versuche von Ersthelfern, die Fremdkörper zu entfernen, können zu Schädigungen der betroffenen Organe, z.B. des Trommelfells, führen!

Maßnahmen:

  • Der Helfer versucht nicht, den Fremdkörper zu entfernen!
  • Der Helfer beruhigt und betreut den Betroffenen.
  • Insekten im Ohr können unschädlich gemacht werden, indem man warmes Wasser ins Ohr laufen lässt.
  • Notruf.