Tag der Rückengesundheit am 15. März

Tag der Rückengesundheit - Bundesverband deutscher Rückenschulen

Regelmäßige körperliche Bewegung ist für die Gesundheit und insbesondere für die Rückengesundheit grundsätzlich positiv. Neben dem Training im Fitnessstudio, im Gesundheitszentrum oder der Sporthalle, ist Bewegung in der Natur besonders sinnvoll.

Wo immer es einen hinzieht, in den Park, an den Strand, in die Berge, zu Fuß oder mit dem Rad, schwimmend oder surfend – die Zeit in der Natur wirkt sich positiv auf die psychische und physische Gesundheit aus. Die frische Luft und das Grün der Umgebung aktivieren wichtige Körperfunktionen. Bereits wenige Minuten körperlicher Aktivität in der Natur heben unsere Laune und verbessern das Selbstwertgefühl.

Außerdem bietet die Natur als Ort für Bewegung viele Vorteile:

  • sie ist im Allgemeinen schnell, einfach und kostengünstig zu erreichen – liegt vielfach „direkt vor der Tür“,
  • die klimatischen Einflüsse wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität oder Sonne fördern bei angemessener Dosierung die allgemeine Gesundheit,
  • die natürlichen Reize für Augen, Ohren und Haut fördern das psychische Wohlbefinden,
  • sie liefert nahezu unbegrenzte Sport- und Bewegungsmöglichkeiten durch Wege, Gewässer, Bäume, Berge, Wind und Schnee,
  • sie begünstigt Bewegung in kleinen und großen Gruppen, wodurch die psychosoziale Gesundheit besonders einfach gefördert werden kann,
  • die natürliche Bodenbeschaffenheit sorgt zusätzlich für sensitive Reize.

Bewegung in der Natur ist einfach – einfach zu machen – und einfach schön! Ganz ohne Geräte sind Wandern, Walking, Laufen, Bergwandern, Schwimmen, Gymnastik, Fang- und Laufspiele, Yoga, Qigong oder Meditation möglich. Einige Hilfsmittel bzw. Geräte sind zum Rad fahren, Nordic Walking, Inlineskaten, Federball, Klettern, Slackline, Skifahren, Segeln, Surfen, Rudern, Tennis oder Golf spielen notwendig.

Auch Mannschaftssportarten sind an der frischen Luft möglich, so z.B. Fußball, Basketball, Volleyball, Handball. Interessant ist es auch, einmal die Beach-Varianten auszuprobieren – schnell wird klar, dass das Sporteln im Sand noch etwas anstrengender ist.

Rund um den Tag der Rückengesundheit gibt es in Rückenschulen, Gesundheits- und Therapieeinrichtungen verschiedene Schnupperaktionen für die rückenfreundliche Bewegung in der Natur. Einen Veranstaltungskalender gibt es auf der Internetseite der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR).

Bewegungstipps bei Rückenschmerzen

Einer aktuellen Umfrage der Aktion Gesunder Rücken zufolge haben 70 Prozent der 1.000 Befragten mindestens einmal im Monat Rückenschmerzen. Rund zwei Drittel fühlen sich durch ihre Schmerzen auch in der Lebensqualität eingeschränkt. Insbesondere Bewegung bietet sich sowohl zur Therapie als auch zur Prävention an.

Werden Muskeln und Gelenke bewegt, wirkt das wie eine kleine Massage. Mögliche Verspannungen werden gelockert, die Durchblutung angeregt und die Schmerzen lassen nach. Durch eine Schonhaltung, also das Vermeiden von Bewegung, werden auf Dauer die Schmerzen hingegen verstärkt.

Sehr rückengesund ist das sogenannte Pilates – ein systematisches Ganzkörpertraining, das bereits in den 1920er Jahren in Amerika entwickelt wurde. Bei dieser sanften, aber doch sehr effektiven Art der Muskelkräftigung und -dehnung steht die Körpermitte (das „Powerhouse“) und damit auch die Rumpfmuskulatur im Mittelpunkt. In speziellen Schulen wird Pilates genauso angeboten wie in Fitnessstudios oder Volkshochschulen.

Ein Ganzkörpertraining ist das Nordic Walking – scherzhaft auch als „Gehen an Stöcken“ bezeichnet. Im Gegensatz zum Joggen werden durch den Stockeinsatz die Gelenke geschont und die Arme mittrainiert. Auch der Rumpf wird beim Walken stärker beansprucht als beim Joggen – vorausgesetzt man kennt die richtige Technik. Denn Nordic Walking ist eben deutlich mehr als das „Gehen an Stöcken“.

Um den Rücken zu stärken, bietet sich auch das Rad fahren an. Wichtig ist, dass der Lenker nicht zu niedrig eingestellt ist, damit man sich nicht zu weit nach unten beugen muss. Bei Ausfahrten lässt sich nicht nur die Ausdauer trainieren, sondern auch die Natur genießen. Das gilt auch für das Kanu fahren. Beim Paddeln werden die kleinen Rückenmuskeln, die die Wirbelsäule stabilisieren, gestärkt. So ist man weniger anfällig für Hexenschuss und Co.

Ideal als Sommerfreiluftsport ist Inline-Skating. Es stärkt Rücken und Ausdauer – und macht Spaß. Eher für den Innenbereich ist das Tanzen geeignet. Die rhythmischen Schritte halten nicht nur geistig fit, sondern sind auch für den Rücken ein optimales Training.