Muskel- & Gelenkschmerzen sanft behandeln

Erste Hilfe bei Muskelkater

Wer nach einer längeren Pause wieder mit Sport beginnt, stellt Muskeln, Sehnen und Gelenke oft vor eine Herausforderung. Sie sind häufig etwas eingerostet und nicht mehr so stark und geschmeidig wie bei regelmäßigen sportlichen Aktivitäten.

So kann sich nach einer Radtour oder Joggingrunde zu Beginn ein stechender Muskelkater in Waden oder Oberschenkeln einstellen. Der Grund ist, dass durch die Überlastung kleinste Einrisse in den Muskelfasern entstehen, die dann zu einer Entzündung führen.

Ein effektives Erste-Hilfe-Mittel sind warm-kalte Beingüsse. Denn dadurch wird die Durchblutung gesteigert, Schlackenstoffe werden abtransportiert und heilende Prozesse in Gang gesetzt.

Das können auch die homöopathischen Kügelchen (Globuli) Arnica D6. Dazu stündlich fünf Globuli auf der Zunge zergehen lassen, bei Besserung dann reduzieren.

Hochlagern bei Zerrungen

Bänder- und Sehnenzerrungen gehören zu den häufigsten leichten Formen von Sportverletzungen. Sie entstehen, wenn es aufgrund von extremen oder abrupten Bewegungen zu einer starken Belastung der Gelenkbänder kommt, wie es etwa beim Umknicken eines Fußes oder beim Verdrehen eines Knies der Fall ist.

Nun ist es ratsam, nach der PECH-Regel vorzugehen. Das Bein sollte zunächst ruhig gestellt werden (Pause). Dann sollte das Bein gekühlt werden (Eis), da rasches Kühlen die beginnende Entzündung lindert.

Darauffolgend wird das Bein mit einem Kompressionsverband verbunden (Compression). Dadurch soll das verletzte Gewebe zusammengedrückt werden. Als letzten Schritt ist das Bein hochzulegen (Hochlagern). Und zwar sollte das Bein höher gelagert werden, als das Herz.

So verringert man den Blutfluss hin zur Verletzung. Bei einer Bänderzerrung hat sich auch die Homöopathie bewährt. Hilfe sollen beispielsweise Globuli Ruta D6 bringen. Bei starken Schmerzen ist ein Arztbesuch ratsam, damit ein Bänderriss bzw. ein Knochenbruch ausgeschlossen werden kann.

Kühlen bei einer Prellung

Wenn die Muskeln einen Schlag abbekommen, z.B. beim Anstoßen des Armes, entsteht häufig eine Prellung. Durch den Aufprall platzen kleine Gefäße unter der Haut und es entsteht ein blauer Fleck. Jetzt heißt es, die geprellte Stelle schnell mit einem Eisbeutel zu kühlen, damit der Bluterguss nicht noch größer wird.

Spezielle Gels wirken durch Inhaltsstoffe wie Menthol zweifach, und zwar abschwellend und kühlend. Den Schmerz können Beinwellsalben lindern.

Mit einem Salbenverband dringen die Wirkstoffe der Pflanzensalbe noch besser in das Gewebe ein. Dazu einen Verband z.B. mit Franzbranntwein tränken. Dieser besteht aus einer alkoholischen Flüssigkeit, die mit Fichtennadeln angereichert ist. Sie wirkt nach dem Einreiben angenehm durchblutungsfördernd.

Im Anschluss dann darauf dick die Salbe auftragen, von außen mit einem trockenen Umschlag abdichten. Sowohl die Beinwellsalbe als auch der Verband können ebenfalls auf kleinere Schürfwunden aufgetragen werden. Allerdings sollte die Wunde vorher gut gesäubert werden.

Wärme ölt das Kniegelenk

Hat sich an der geprellten Stelle ein Bluterguss gebildet, kann man auf Pflanzensalben mit Arnika und Ringelblume zurückgreifen. Durchblutungsfördernde Salben sind in diesem Fall nicht angesagt.

Tritt keine Besserung ein, ist ein Arztbesuch ratsam, denn dann kann ein Muskelfaserriss vorliegen, bei dem das Bein für längere Zeit geschont werden muss.

Meldet sich das Knie beim Wandern oder Joggen mit Schmerzen, kann Wärme helfen. Experten empfehlen auch, ca. 20 Minuten vor einer Belastung das Gelenk z.B. mit einer Wärmflasche zu mobilisieren.

Langfristig hilft der Muskelaufbau des Oberschenkels, um die Beweglichkeit des Kniegelenks zu fördern.