Hilfe zur Raucherentwöhnung

"Qualmfrei" gesünder leben

In Deutschland ist das Bronchialkarzinom bei Männern die häufigste Krebsart, und es rangiert auch in der Statistik über krebsbedingte Todesursachen an erster Stelle. Auch bei Frauen wird das Bronchialkarzinom immer häufiger beobachtet. Bis zu 90 Prozent dieser Krebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen.

Doch nicht nur Krebs ist eine Folge des Zigarettenkonsums. Arteriosklerose, koronare Herzerkrankungen, Veränderungen der Stoffwechselfunktionen, Erhöhung der Frühgeborenenrate sowie Reizungen der Schleimhäute im Hals-Rachenbereich sind nur einige der möglichen Krankheiten.

Der eigene Wille zählt

Der erste und nachhaltig wichtigste Schritt zur Rauchfreiheit ist der eigene Wille. Dabei spielt die Bewusstwerdung über die gesundheitsgefährdenden Wirkungen der Zigaretten eine große Rolle. Doch auch die Umgebung trägt ein gutes Stück dazu bei.

So sollten Entwöhnungswillige darauf achten, dass im täglichen Umfeld, d.h. in der Familie oder am Arbeitsplatz, wenig oder gar nicht geraucht wird. Auf jeden Fall sollten die Personen in der näheren Umgebung über die Pläne informiert werden. Vielleicht gibt es ja Verbündete, die den gleichen - unter Umständen beschwerlichen - Weg gehen wollen.

Entzugshilfen für Raucher

Bei Entzugshilfen für Raucher handelt es sich zumeist um Mittel, die den Organismus auch ohne Zigaretten mit geringen Dosen Nikotin versorgen. Damit sollen Entzugssymptome verringert werden, um die Erfolgsaussichten eines Rauchentzuges zu verbessern. Es gibt diese Nikotin-Lieferanten als Pflaster und Kaugummi.

Dabei sind Nikotinkaugummis vor allem für diejenigen geeignet, die die Zigarette bisher in erster Linie ansteckten, um etwas in der Hand und im Mund zu haben. Diese Personen sind auch vor allem von Gewichtszunahmen bedroht, weil sie die Sucht mit Schokoriegeln oder Gummibärchen kompensieren suchen.

Nikotinpflaster sind eher für starke Raucher geeignet (mehr als eine Schachtel täglich). Bei ihnen ist es nur zu wahrscheinlich, dass sich bereits eine starke Nikotinabhängigkeit ausgebildet hat. Es ist deshalb notwendig, die Entzugssymptome bereits von vornherein zu minimieren. Die Pflaster geben permanent eine gewisse Menge Nikotin frei, das über die Haut aufgenommen wird.

Die Stärken Ihrer Apotheke

Beide Entzugshilfen können jedoch keine Dauerlösung sein. Sie sollen über die Probleme in den ersten qualmfreien Wochen hinweghelfen. In regelmäßigen Abständen sollte die Dosis gesenkt werden. Sowohl Kaugummis als auch Pflaster werden deshalb in unterschiedlichen Wirkstoffstärken angeboten.

In Ihrer Apotheke erhalten Sie eine ausführliche Beratung zu rezeptfreien und rezeptpflichtigen Entzugshilfen. Sie werden sowohl über deren Anwendungsweise, aber auch über mögliche Neben- und Wechselwirkungen informiert. Zum Teil werden in der Apotheke sogar spezielle Nichtraucher-Kurse durchgeführt. Wichtig ist bei allen Mitteln jedoch der Wille, die Sucht zu besiegen!