Am 14. November ist Weltdiabetestag

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Diabetes gilt als Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Weltweit leiden mehr als 370 Millionen Menschen an Diabetes - in Deutschland wird geschätzt, dass rund 9 Prozent der Bevölkerung Diabetiker sind. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass sie bereits erkrankt sind.

Am Weltdiabetestag soll deshalb auch über Risiken informiert werden. Gut informiert fällt es leichter, das eigene Risiko einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Auch wenn eine vorhandene erbliche Belastung nicht beeinflussbar ist, so helfen doch eine ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität, der Verzicht aufs Rauchen sowie ein mäßiger Alkoholkonsum, das persönliche Erkrankungsrisiko zu vermindern.

Zudem kann ein gesunder Lebensstil auch den Verlauf einer bereits bestehenden Erkrankung positiv beeinflussen. So zeigt eine aktuelle Studie, dass ein gesunder Lebensstil bis zu 70 Prozent aller Fälle von Typ-II-Diabetes verhindern kann, eine gesunde Ernährung hilft dabei, die Risikofaktoren zu senken.

Eine entsprechende Ernährung setzt auf viel frisches Blattgemüse, frische Früchte, Vollkornlebensmittel, mageres Fleisch sowie ungesüßte Joghurts und Nüsse. Außerdem sollten Wasser oder ungesüßter Kaffee oder Tee anstelle von Fruchtsäften, Limonaden oder anderen gesüßten Getränken als Durstlöscher getrunken werden.

Hilfreich sind auch Maßnahmen zur Stressbewältigung wie das Erlernen von Entspannungstechniken. Zudem spielt regelmäßige Bewegung eine entscheidende Rolle. Körperliche Aktivität hat eine positive Wirkung auf den Zuckerhaushalt. So werden die Körperzellen durch die Beanspruchung der Muskulatur empfindlicher für Insulin. Außerdem verbessert Bewegung die allgemeine Leistungsfähigkeit, steigert das Wohlbefinden und erleichtert das Abnehmen.

Sport hilft

Menschen mit Diabetes haben eine umso günstigere Lebensqualität und -erwartung, je besser ihr Diabetes mellitus eingestellt ist. Regelmäßige körperliche Aktivität kann bei Diabetes Typ I und II unter anderem dazu beitragen, Blutzuckerwerte, aber auch Blutdruck oder Blutfettwerte zu verbessern.

Sport hilft Menschen mit Diabetes, ihren Blutzucker zu senken und ihr Körpergewicht zu kontrollieren. Daraus ergeben sich weitere positive Effekte:

  • Der Körper benötigt weniger Insulin.
  • Sport lässt den Blutdruck sinken.
  • Sport kurbelt Fettstoffwechsel und Durchblutung an.
  • Wer regelmäßig zwei- bis dreimal wöchentlich mindestens 30 Minuten Sport treibt, beugt möglichen Folgeerkrankungen eines Diabetes wie zum Beispiel einem Diabetischen Fußsyndrom oder Herz-Kreislauferkrankungen vor.
  • Sport steigert die Lebensfreude.
  • Sport baut Stress ab.
  • Sport fördert das körperliche und seelische Wohlbefinden.

Veranstaltungen zum Welt-Diabetestag

Wie in jedem Jahr wird die zentrale Veranstaltung in Deutschland von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe gemeinsam mit der Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M) organisiert. Diese findet - unter Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums – am 19. November in Berlin statt. Von 10.00 bis 15.30 Uhr gibt es im Kosmos Berlin (Karl-Marx-Allee 131 a) verschiedene Vorträge, Mitmachaktionen sowie vielfältige Ausstellungen.

Vielfältige Termine zum Thema - nicht nur am Weltdiabetestag - finden Sie auf dem unabhängigen Diabetes-Portal diabsite. Auch eine eigene Homepage zum Welt-Diabetestag informiert umfassend – u.a. über das internationale Thema des diesjährigen Weltdiabetestages: „Frauen und Diabetes“.

„Frauen und Diabetes – unser Recht auf eine gesunde Zukunft“

Dieses Motto gilt für die internationalen Aktionen zum Weltdiabetestag. Die Kampagne soll die Bedeutung eines erschwinglichen und gleichberechtigten Zugangs für alle Frauen, die an Diabetes leiden oder ein Diabetesrisiko aufweisen, hervorheben. Das Ziel: „Alle Frauen mit Diabetes benötigen einen erschwinglichen und gerechten Zugang zu Pflege und Bildung, um ihren Diabetes besser zu bewältigen und ihre Gesundheitsergebnisse zu verbessern.“

Rund 199 Millionen Frauen haben weltweit eine Diabeteserkrankung. Dabei ist Diabetes weltweit die häufigste Todesursache bei Frauen. Frauen mit Typ-II-Diabetes haben ein etwa zehnfach erhöhtes Risiko einer koronaren Herzerkrankung als Frauen ohne Diabetes. Besonders bei Frauen mit Typ-I-Diabetes sind Fehlgeburten oder Kinder mit Fehlbildungen häufig.