Erkältungsfrei durch den Herbst

Gegen Husten

Schnupfen, Husten, Halsweh und Heiserkeit - das volle Programm. Was nun? Wichtig ist jetzt vor allem, einen Gang runterzuschalten. Das Immunsystem läuft auf Hochtouren, um die Erkältung zu besiegen. Daher sollte es mit Vitaminen und Mineralien unterstützt werden.

Husten hat durchaus Vorteile: Die Kontraktionen befreien die Atemwege von Sekreten und eingeatmeten Schadstoffen. Aber Husten strengt an, weshalb er schnell wieder verschwinden sollte.

Das Inhalieren mit Kamille kann dabei helfen. Dazu 2 EL Kamillenblüten in 3 Liter kochendes Wasser geben, 10 Minuten ziehen lassen. Das Gesicht über den Dampf halten und den Kopf mit einem Tuch bedecken. 15 Minuten tief ein- und ausatmen.

Auch die ayurvedische Medizin hält Tipps gegen Husten parat. 200 ml Sesamöl mit 2 Tropfen Wasser erhitzen, bis das Wasser verdampft. Dann 1 EL Meersalz untermischen und abkühlen lassen. Den Brustkorb damit massieren.

Gegen hartnäckigen Husten helfen auch die ätherische Öle Thymol und Carvacrol. Sie wirken schleimlösend und fördern das Abhusten.

Bei Bronchitis

Bronchien verbinden die Luftröhre mit der Lunge. Entzündet sich die Bronchialschleimhaut, stellt sich zunächst ein trockener Husten ein, der Brustkorb schmerzt.

Nach zwei bis drei Tagen löst sich der zähe Schleim langsam und wird mit bellendem Geräusch aus den Bronchien transportiert.

Es kann helfen, täglich zwei frische Knoblauchzehen zu essen, bei chronischer Bronchitis vier. Knoblauch enthält Allicin, das entzündungshemmend wirkt. Der unbeliebte Mundgeruch lässt sich mit einem Glas Milch eindämmen.

Coccus cacti D6 kann bei schweren Hustenanfällen, die eventuell Würgereiz auslösen, helfen. 5 Globuli stündlich, am zweiten Tag alle zwei Stunden und ab dem dritten Tag dreimal täglich.

Schnelle Linderung bringen auch Efeu-Extrakte mit Vierfachwirkung: Sie lösen den Schleim, fördern das Durchatmen, lindern den Hustenreiz und die Entzündung.

Halsweh & Schnupfen

Bei Halsschmerzen empfiehlt es sich, wenig zu reden und die Schleimhäute anzufeuchten, damit sich keine bakterielle Zusatzinfektion bildet.

Ein Halswickel kann Linderung bringen. Dafür ein Küchenhandtuch mit warmem Wasser, dem der Saft einer halben Zitrone beigegeben wurde, tränken. Auswringen und um den Hals legen, darüber ein trockenes Tuch wickeln.

Der feuchte Wickel sollte 20 bis 30 Minuten einwirken und kann dreimal täglich wiederholt werden. Propolis-Tinktur zum Gurgeln oder das homöopathische Mittel Apis-Belladonna cum Mercurio (10 Kügelchen alle zwei Stunden) haben sich ebenfalls bei Halsweh bewährt.

Lutschtabletten regen den Speichelfluss an und befeuchten die Schleimhäute. Außerdem können sie schmerzlindernd, entzündungshemmend und antibakteriell wirke.

Meist läuft bei einer Erkältung auch die Nase. Lästig, aber so versucht das Immunsystem, sich der Krankheitserreger zu entledigen. Die Nase reinigt beim Einatmen die Luft und ist daher oft die erste Instanz, deren Entzündungsreaktion eingedrungene Viren anzeigt.

Es hilft dann, mit Salzwasser zu spülen. Dafür eine Portion eines speziellen Spülsalzes (Apotheke) in 250 ml warmem Wasser auflösen und aus der Hand abwechselnd durch ein Nasenloch hochziehen. So ein Salzwasser ähnelt in der Mineralstoffzusammensetzung der des Nasensekrets.

Abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays z.B. mit Xylometazolin, sollten nicht länger als eine Woche angewendet werden. Sind auch die Nasennebenhöhlen dicht, helfen Präparate mit Myrtol, die zusätzlich entzündungshemmend wirken.

Gegen Heiserkeit

Ein typisches Begleitsymptom einer Erkältung ist Heiserkeit. Durch die Virusinfektion schwellen Teile des Stimmapparates an und die Stimme krächzt. Flüstern und Rauchen sind dann tabu.

Ein Zwiebelwickel kann nun helfen. Dafür fünf Zwiebeln zerhacken, anwärmen und die Würfel dann auf einem dünnen Tuch verteilen. Den Umschlag dann so um den Halt legen, dass er vom Kinn bis zu den Schultern reicht.

Einen Schal darüber wickeln und den Umschlag so lange tragen, bis die Wärme nachgelassen hat. Auch ein selbstgemischter Heiltee aus der chinesischen Medizin ("Krächzender Rabe") kann gegen Heiserkeit wirken.

Er besteht aus 30 g Salbeiblättern, 20 g Schlüsselblumenwurzel, 15 g Malvenblüten, 20 g Kamillenblüten, 15 g Bibernellwurzel. Von dieser Mischung 10 g entnehmen und mit 200 ml Wasser drei Minuten aufkochen.

Den Tee abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Lindernd wirken auch Lutschtabletten, z.B. mit Hyaluronsäure.