Schnelle Hilfe bei Erkältungen

Ursachen einer Erkältung

Seit jeher hat man beobachtet, dass die Menschen zur unfreundlichen Jahreszeit, wenn Stürme toben, kalter Regen fällt oder dichter Nebel der Sonne kein Durchkommen lässt, vermehrt unter Schnupfen, Husten, Halsweh, Heiserkeit und Fieber leiden.

Die Vermutung lag nahe, dass die Erkrankung mit dem nasskalten Wetter in Verbindung steht. Heute weiß man aber, dass den auslösenden Viren die Jahreszeit relativ schnuppe ist.

Zur Vermehrung bevorzugen sie zwar ein kühleres Klima, sie sind aber im Sommer wie im Winter aktiv. Was vielmehr darüber entscheidet, ob ein Mensch krank wird oder nicht, ist die Abwehrleistung des Immunsystems.

Die Funktionstüchtigkeit der Körperabwehr kann durch einen Mangel an Vitamin D geschwächt werden. Auch fehlende Bewegung, unausgewogene Ernährung, Schlafmangel und Stress beeinträchtigen die Leistung des Immunsystems.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Erkältungssymptome besonders häufig wenige Tage nach emotional belastenden Ereignissen auftraten. Eine Unterkühlung ist dann meist nur noch das letzte Glied der Ursachenkette.

So haben Viren es leicht, sich im Körper immer weiter auszubreiten. Der Körper reagiert mit einem Notfallalarm: Die Temperatur steigt an, die Atemwege bilden vermehrt Sekret und es kommt zu einem Husten- und Niesreiz, um die Viren schnell nach außen zu befördern.

Das Immunsystem

Ein Erkältungsinfekt dauert in der Regel sechs bis neun Tage. Dann hat sich das Immunsystem auf den Gegner eingestellt und kann ihn erfolgreich bekämpfen. Der Ansteckungsweg viraler Atemwegserkrankungen ist die Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion.

Das heißt, die Viren werden einerseits durch direktes Abhusten oder Niesen übertragen, andererseits können sie auch an Gegenständen wie Türklinken haften. Häufiges Händewaschen kann daher die Ansteckungsgefahr mindern.

Der eigentliche Schlüssel zum Gesundbleiben ist aber die Stärkung des Immunsystems. Neben Spaziergängen und einer abwechslungsreichen Ernährung spielen Zink und Vitamin C eine wichtige Rolle für die Abwehrkräfte.

Als pflanzliche Immunstimulanzien gelten Roter Sonnenhut und die südafrikanische Kapland-Pelargonie. Hat man sich bereits erkältet, beeinflussen Medikamente die Krankheitsdauer nicht, aber sie helfen, die Beschwerden erträglicher zu machen.

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung ist es immer hilfreich, die Krankheit durch Bettruhe auszukurieren, frische Luft ins Schlafzimmer zu lassen und vor allem viel zu trinken. Viele Menschen schwören auf Erkältungsgetränke wie heiße Zitrone, heiße Milch mit Honig oder Hühnerbrühe.

Meist beginnt die Erkältung mit einem Schnupfen. Es empfehlen sich Kamillendampfbäder, Inhalation von ätherischen Ölen wie Eukalyptus oder Minzöl oder die Anwendung von befeuchtenden Nasensprays. Sind die Schleimhäute bereits angeschwollen, empfiehlt sich ein abschwellendes Nasenspray.

Husten & Gliederschmerzen

Husten zeigt sich anfangs oft als trockener Reizhusten, der besonders nachts sehr quälend ist und das Einschlafen erschwert. Damit sich die erholsame Nachtruhe einstellen kann, kann zu einem Hustenstiller gegriffen werden.

Im weiteren Verlauf kommt es zu einem "nicht produktiven" Husten bei Verschleimung der Atemwege. In der Abheilungsphase wird der Husten "produktiv", d.h. der Schleim kann abgehustet werden. In diesem Stadium empfiehlt sich ein schleimlösendes Mittel, das z.B. aus pflanzlichen Mitteln wie Thymian, Efeu, Primel oder Eukalyptus besteht.

Kopf- und Gliederschmerzen gehören neben leichtem Fieber ebenfalls zum Erscheinungsbild. So unangenehm die Symptome sein können, sollte man nicht vorschnell zu fiebersenkenden Wirkstoffen wie Ibuprofen oder Paracetamol greifen, denn die Temperaturerhöhung ist ein notwendiger Teil der Immunreaktion.

Schweißtreibende Lindenblüten- oder Holunderblütentees sind eine gute Alternative, denn das Schwitzen hilft dem Körper bei der Abwehr der hitzeempfindlichen Viren.

Bei hohem Fieber, das länger als zwei Tage anhält oder schubweise auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ähnliches gilt, wenn im Auswurf Eiter oder sogar Blut ist, ein Gefühl der Brustenge oder Atemnot auftritt oder die Symptome sich länger als eine Woche zeigen.