Wirksam bei Erkältungen

Halsschmerzen und Schnupfen

Im Falle von Halsschmerzen gurgelt man dreimal täglich mit einer Lösung aus einem Teelöffel Zitronensaft oder Salz, aufgelöst in einer Tasse warmem Wasser. Das lässt die Schleimhäute abschwellen und tötet Krankheitserreger ab. Alle drei Stunden eine Tasse Salbeitee in kleinen Schlucken trinken, das stoppt die Entzündung.

Schmerzlinderung kann man sich durch Halswickel verschaffen. Dafür ein Küchenhandtuch mit lauwarmen Wasser tränken, auswringen und für 20 Minuten um den Hals legen. Darüber einen Wollschall tragen.

Nasenduschen mit salzhaltigem Wasser spülen die Erreger von den Schleimhäuten. Zubehör nach jeder Dusche desinfizieren. Ist die Nase dicht, vorher ein abschwellendes Nasenspray verwenden.

Auch eine Inhalation mit Kamille und Thymian beruhigt gereizte Schleimhäute: drei Esslöffel Kraut mit heißem Wasser übergießen, Gesicht darüber halten und inhalieren.

Bei Fieber verliert man viel Flüssigkeit. Daher für jedes Grad über 37 einen halben bis ganzen Liter mehr trinken. Extra Tipp: Eine Tasse Holunderblütentee vor dem Schlafengehen sorgt für eine wahre Schwitzkur und treibt so das Fieber aus.

Husten und Regeneration

Zwiebelsirup ist der Klassiker gegen Reizhusten. Eine Zwiebel zerkleinern, einen Esslöffel Honig oder Zucker darüber geben und das Ganze in einer Schüssel zugedeckt vier Stunden ziehen lassen, bis sich Flüssigkeit gebildet hat. Davon drei Mal täglich je zwei Teelöffel einnehmen.

Pflanzliche Mittel mit ätherischen Ölen unterstützen die Funktion der Bronchialschleimhaut. Fest sitzendes Sekret wird abtransportiert und der Husten gelöst.

Frisches Obst und Gemüse sorgen für einen Vitaminschub. Ebenfalls wohltuend: Hühnerbrühe. Sie päppelt das Immunsystem auf und bringt einen schnell wieder auf die Beine.

Acht Stunden Schlaf tun das Übrige, um die lästige Erkältung hinter sich zu lassen.

Kleiner Schnupfen-Knigge

Mit ein wenig Vorsicht im Alltag lassen sich Ansteckungsquellen ganz einfach umgehen. Auf Händedruck und Umarmungen verzichten. Türklinken und Automaten mit Handschuhen berühren. Beim Niesen statt der Hände die Armbeuge vor den Mund halten. So werden Viren nicht direkt übertragen.

Beim Schnäuzen nicht laut trompeten, sondern die Nase sanft putzen. Das Taschentuch danach immer gleich wegwerfen. Menschenansammlungen möglichst vermeiden. Allein ein Nieser verteilt die Erreger in vier Metern Umkreis.

Wer nach einem Infekt schnell außer Atem gerät, sollte rasch zum Arzt gehen. Der Herzmuskel könnte entzündet sein. Verursacht wird die so genannte Myokarditis vor allem durch Viren und Bakterien. In 80 Prozent der Fälle sind Coxsackie-Viren die Auslöser.

Anzeichen, an denen sich eine Herzmuskelentzündung nach einer Grippe erkennen lässt: Müdigkeit, Atemnot schon bei kleinster Anstrengung, Herzrasen oder -stolpern.

Endgültige Sicherheit bieten aber nur gezielte Untersuchungen beim Kardiologen. Stellt dieser die Diagnose, ist für den Betroffenen neben medikamentöser Therapie körperliche Schonung besonders wichtig.

Die besten Erkältungskiller

Wer diese bewährten Rezepte in seinen Alltag integriert, kommt gestärkt durch die Schnupfenzeit:

  • Scharfe Lebensmittel sagen Bakterien den Kampf an
    Feurige Kost (z.B. Chili oder Meerrettich) hat eine antibakterielle Wirkung und fördert außerdem heilsames Schwitzen.
  • Wärme: Gibt dem angegriffenen Körper Kraft
    Eine Wärmflasche dort auflegen, wo man die Kälte als besonders unangenehm empfindet.
  • Bewegung: Die Anti-Erkältungsformel
    Regelmäßiges Spazierengehen, Radeln, Schwimmen ist perfekt.
  • Viel Flüssigkeit: Hält die Schleimhäute schön feucht
    Ideal sind Wasser und Kräutertees. Tipp: mit Honig süßen, das wirkt antibakteriell.
  • Wannenbad: Kann einen Infekt blitzartig austricksen
    20 Minuten abtauchen mit Eukalyptus- und Thymian-Ölzusatz, danach sofort ins Bett.