Neurodermitis

Was ist Neurodermitis?

Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine Störung des Stoffwechsels, die zu einer Fehlfunktion des körpereigenen Immunsystems führt. Eine krankhaft gesteigerte Produktion des körpereigenen Abwehrstoffes Immunglobulin E (IgE) ruft veränderte Reaktionen von Haut und Schleimhäuten hervor.

Meist beginnt die Krankheit schon im Säuglingsalter. Dicke, borkige Schuppen finden sich auf der Kopfhaut und dem Gesicht. Später sind vor allem Ellenbeugen und Kniekehlen betroffen. Auch Hals, Gesicht und Rumpf werden in Mitleidenschaft gezogen.

Typische Erscheinungen von Neurodermitis sind ein quälender Juckreiz sowie trockene, schuppige Haut, die zu Entzündungen neigt. Im Erwachsenenalter bilden sich die so genannten Prurigoknoten, heftig juckende Knötchen auf extrem trockener Haut.

Neurodermitis ist eine vererbbare Neigung zur Ekzembereitschaft. Durch bestimmte Faktoren kann die Erkrankung in Schüben zum Ausbruch kommen. Psychischer Stress, bestimmte Nahrungsmittel, Infekte, ein bestimmtes Klima oder der Wechsel der Jahreszeiten können für Krankheitsschübe verantwortlich sein.

Behandlung von Neurodermitis

Zu den wichtigsten Behandlungsmethoden gehört eine umfassende Hautpflege. Oftmals werden wirkstoffhaltige Salben und Bäder empfohlen, um den Juckreiz zu lindern.

Viele Ärzte setzen inzwischen Hoffnung in Gamma-Linolensäure. Bei Neurodermitikern scheint eine verminderte Enzymaktivität die Umsetzung von Linolsäure aus der Ernährung in eben jene Gamma-Linolensäure zu behindern. Die Gamma-Linolensäure wird durch weitere körpereigene Enzyme verändert und schließlich zu Prostaglandin E1 (PEG1) umgesetzt.

Nur bei ausreichend hohen PEG1 kann es zur ungehinderten Reifung und zur Funktionsaktivierung aller körpereigenen Abwehrzellen kommen. Um diesem Mangel an Gamma-Linolensäure zu begegnen, wird sie von außen - in Form von Kapseln z.B. aus Nachtkerzensamenöl oder Borretschöl - zugeführt.