Schuppenflechte

Wie entsteht Schuppenflechte?

Die Psoriasis wird im Volksmund Schuppenflechte genannt. An dieser Krankheit leiden in Deutschland rund zwei Millionen Menschen - Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen. Psoriatiker neigen besonders am Haaransatz, an den Ellenbogen, am Knie und am Rücken zu extremer Schuppenbildung.

Grund dafür ist ein enorm beschleunigtes Zellwachstum in der Haut, bei dem neue Zellen in bis zu 20facher Geschwindigkeit als bei normaler Haut nachwachsen. Die Zellen reifen nicht richtig aus und bleiben als große, sichtbare Schuppen an der Hautoberfläche haften.

Das typische Erscheinungsbild der Psoriasis ist daher durch silbrig glänzende Schuppen, die über stark geröteter Haut liegen, gekennzeichnet. Die Ursachen für die Erkrankung sind noch nicht endgültig geklärt. Fest steht, dass mehrere Faktoren zusammen kommen, wenn die Schuppenflechte auftritt. Entzündungen spielen dabei eine große Rolle. Auch erbliche Veranlagung ist eine der Ursachen. Es gibt zudem so genannte Triggerfaktoren, die die Hautkrankheit zum Ausbruch bringen können. Dies können mechanische oder chemische Reize sein. Auch Stress kann die Krankheit auslösen.

Zur Behandlung von Schuppenflechte

Wie bei der Neurodermitis kann man auch die Schuppenflechte mit äußerlichen, innerlichen und allgemeintherapeutischen Maßnahmen behandeln. Das A und O ist die richtige Pflege der Haut. So sollten Betroffene möglichst täglich duschen - und das kalt und morgens vor 8 Uhr. Das soll die körpereigene Cortisonproduktion mobilisieren und so die Abwehr gegen Entzündungen stärken. Die Haut darf nach dem Duschen nicht austrocknen, sollte also immer gut eingecremt werden.

Fragen Sie bitte vor einer Behandlung immer Ihren Facharzt - die Therapie der Psoriasis gehört in die Hände eines Dermatologen! Die Abschuppung mit Hilfe von salicylhaltigen Salben oder Bädern kann ebenfalls empfohlen werden. Sind die Schuppen entfernt, können die Wirkstoffe besser in die Haut eindringen.

Teerzubereitungen und Dithranol-Salben sind hilfreich gegen Entzündungen, haben leider nur den Nachteil, dass sie braun färben. Als Intervall-Therapie - jeweils für zwei Wochen - werden Cortison-Salben eingesetzt. Hilfreich sind, vor allem bei sehr starker Schuppenbildung, Vitamin-A-Salben. Als homoöpathische Alternative werden Mahonia-Salben empfohlen. Auch Bäder und Lichttherapie werden zur Behandlung eingesetzt. Neuerdings wird auch die Einnahme von hochdosierten Fischöl-Kapseln als Alternative diskutiert.