Fußpilz: Meiden, Erkennen, Heilen

Schutz vor Fußpilz

Schon einige leicht zu merkende Tipps helfen Ihnen, Fußpilz zu vermeiden. Beachten Sie dabei, dass ein wichtiger Ansteckungsort neben Schwimmbädern oder Saunen auch die eigenen vier Wände sind. Wenn also ein Mitglied Ihrer Familie bereits Fuß- oder Nagelpilz hat, müssen Sie die folgende Regeln auch zu Hause genau beachten:

  • Verwenden Sie (auch zu Hause!) immer nur Ihre eigenen Handtücher, Nagelschere und Nagelfeile.
  • Halten Sie die Fußnägel kurz, aber nicht zu kurz.
  • Trocknen Sie die Füße immer gründlich ab, besonders zwischen den Zehen.
  • Wechseln Sie die Handtücher regelmäßig.
  • Tragen Sie Baumwollsocken und wechseln Sie sie täglich.
  • Waschen Sie Socken und Handtücher bei hohen Temperaturen oder mit speziellen Waschmitteln - fragen Sie in Ihrer Apotheke danach.
  • Laufen Sie in Schwimmbädern, Saunen, Hotelzimmern (!) sowie Duschen in Sporthallen bzw. Fitnesscentern nicht barfuß. Verwenden Sie Badelatschen.
  • Die Desinfektionsbrausen in Schwimmbädern helfen oft nicht viel. Experten sagen, dass die Konzentration des Wirkstoffes zu gering ist, so dass man die Füße ca. fünf Minuten lang damit abbrausen müsste.

Erkennen von Pilzinfektionen

Pilze können die Haut oder die Nägel der Füße befallen. Da die Bekämpfung von Pilzen im fortgeschrittenen Stadium aufwändig und langwierig ist, sollten Sie bei den ersten Anzeichen einer Pilzinfektion einen Arzt aufsuchen. Er kann eine sichere Diagnose stellen und geeignete Medikamente verordnen.

Der Fußpilz findet seine Angriffspunkte vor allem zwischen den Zehen. Er äußert sich in kleinen Rissen, Rötungen, Juckreiz und Schmerzen. Aber auch raue und verdickte Haut an den Füßen oder eine verstärkte Bildung von Hornhaut können Hinweise für einen Pilzbefall sein. Unverkennbare Anzeichen sind kleine, rote und juckende Bläschen zwischen den Zehen.

Nagelpilz verursacht zu Beginn weiße Flecken oder Streifen auf den Nägeln. Im fortgeschrittenen Stadium werden die befallenen Stellen gelblich oder gar schwarz-braun. Der Nagel verdickt sich und wird porös. Wenn also Nagellack nicht mehr haftet, ist dies ein wichtiger Hinweis auf Nagelpilz. Später beginnt der Nagel zu bröckeln.

Bekämpfung des Pilzes

Der Arzt muss das Präparat auf den speziellen Pilz abstimmen. Im Anfangsstadium helfen meist Tinkturen oder Salben bzw. spezieller Nagellack zur äußeren Anwendung. In schweren Fällen muss der Pilz jedoch auch von innen durch Kapseln bzw. Tabletten bekämpft werden.

Die Behandlung ist oft langwierig: Es kann mehrere Monate dauern, bis der Pilz ausgemerzt ist. Das verlangt von den Betroffenen viel Geduld. Manche Patienten befürchten Nebenwirkungen der Anti-Pilz-Therapie. Doch moderne Präparate sind in der Regel gut verträglich; sie haben nicht so starke Nebenwirkungen wie Medikamente, die früher eingesetzt wurden.