Alles Gute für den Bauch

Hilfe bei Fruktoseintoleranz

Wer regelmäßig an solchen Symptomen leidet, sollte beim Arzt die Ursachen abklären lassen. Oft stecken harmlose Gründe dahinter und die Beschwerden lassen sich leicht in den Griff bekommen.

Drei von zehn Erwachsenen vertragen keinen Fruchtzucker, sie leiden an einer Fruktoseintoleranz. Fruktose steckt nicht nur in Obst und Fruchtsäften, sondern auch in Haushaltszucker, Honig und Fastfood. Viele Betroffene wissen nicht, dass ihre Verdauungsbeschwerden auf eine Fruchtzuckerunverträglichkeit zurückzuführen sind.

Blähungen, Übelkeit und Durchfall treten oft erst einige Stunden nach dem Verzehr fruktosehaltiger Nahrungsmittel auf und werden daher nicht mit Fruchtzucker in Verbindung gebracht. Klarheit verschafft ein Atemtest beim Arzt.

Wurde eine Fruktoseintoleranz diagnostiziert, können Patienten vor dem Verzehr fruchtzuckerhaltiger Speisen spezielle Enzyme einnehmen. Diese sorgen dafür, dass Frucht- in Traubenzucker umgewandelt wird und somit gut verträglich ist.

Bauchkrämpfe und Reizdarm

Stechen, Ziehen, Kneifen - Krämpfe im Bauch äußern sich auf verschiedene Arten. Sie entstehen, wenn sich die Muskeln der Verdauungsorgane krampfhaft zusammenziehen. Oft ist dann auch die Bauchdecke gespannt. Bauchkrämpfe sind meist harmlos. Fettiges Essen, zu viel Kaffee oder Stress sind denkbare Ursachen.

In der Regel bedarf es keiner speziellen Therapie. Krampflösende Tees (z.B. Wermut oder Fenchel), eine Wärmflasche und Schmerzmittel sorgen für schnelle Linderung der Beschwerden.

Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Magen-Darmerkrankungen. Der Nahrungsbrei passiert den Magen-Darmtrakt entweder zu langsam, was Verstopfungen zur Folge hat, oder zu schnell - es kommt zu Durchfällen. Ein Reizdarm ist zwar nicht gefährlich, beeinträchtigt aber die Lebensqualität.

Oft dauert es lange, bis die Diagnose gestellt werden kann, weil vorab Infekte, Entzündungen und Unverträglichkeiten ausgeschlossen werden müssen. Um den Reizdarm zu beruhigen, empfehlen Ärzte die Einnahme von hochdosiertem Kümmelöl, am besten kombiniert mit Pfefferminzöl.

Laktoseintoleranz schonend behandeln

Sie zählt zu den häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Deutschland. Wer an einer Laktoseintoleranz leidet, kann die in Milchprodukten enthaltene Laktose (Milchzucker) nicht oder nur zum Teil verdauen, weil der Körper zu wenig Laktase produziert.

Das Enzym Laktase spaltet Laktose in ihre verdaulichen Bestandteile. Wer laktoseintolerant ist, reagiert nach dem Verzehr laktosehaltiger Speisen mit Blähungen und Verdauungsbeschwerden. Milchzucker kommt aber nicht nur in Milch, sondern auch in Tiefkühlpizzas, Soßen und vielen weiteren Fertigprodukten vor.

Der Arzt kann mithilfe von Atem-, Blut- und Gentests herausfinden, ob man an einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet. Wenn das der Fall ist, dann sollte man auf eine laktosefreie Ernährung umsteigen. Darüber hinaus gibt es Präparate, die die fehlende körpereigene Laktase ersetzen.